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Löffel abgegeben

Auch wenn uns Markus Löffel damals zu unserer Hoch-Zeit des Raves eher negativ aufgefallen ist, gefällt mir der Lebenslauf im Nachruf der Zeit sehr gut.

Besonders der Schluss…

Killswitches.

14 Comments »

  1. Holger said,

    March 30, 2006 @ 12.59

    Hi,
    find’s schon krass. Am Morgen des Tages, an dem ich von seinem Tod gelesen hatte, hörte ich noch ein Lied von Jam & Spoon im Radio. Kann mich nicht mehr erinnern, welches, ich glaube “Kaleidoscope Skies”.
    Als ich dann irgendwo versteckt den Hinweis entdeckte, dass er gestorben ist, dachte ich: “war das jetzt im Radio in Andenken an ihn und ich hab die Anmoderation mit dem entsprechenden Hinweis verpasst ?”. Aber das schien’s nicht gewesen zu sein, wenngleich seine Lieder in den Charts recht erfolgreich waren, hat’s scheinbar niemanden gekümmert. Mir sind jedenfalls nicht allzuviele (wenn ich recht überlege, kein einziger) Bericht über seinen Tod in den Printmedien aufgefallen…
    Also ein recht unbeachteter Tod eines doch eigentlich recht bekannten Musikers… Schade !
    Gruß,
    Holger

  2. DerWanderer said,

    March 30, 2006 @ 19.28

    guter artikel, da pflichte ich bei. wirklich, killswitches. wir mochten vorallem die flankensteilheit von den teilen. tja. stark gedämpft ging es wohl auch an markus löffels lebensende zu…

    das stimmt schon, wir haben ihn damals nicht gemocht - aber vorallem, weil wir rochen, dass der “underground (…) ihm schnuppe” war. und so ist es einfach nur richtig traurig, dass der mensch so von seiner eigenen realität eingholt worden ist.

    ich hatte es im radio gehört und im netz gelesen und mir schoss es durch den kopf “an mark spoon hast du ja schon seit jahren nicht mehr gedacht!”.

    man erschrickt, glaube ich, schon fast mehr vor sich selber, dass man einen teil, auch wenn man ihn nicht besonders mochte, so vergessen hatte.

    ruhe sanft.

  3. gunfire said,

    March 30, 2006 @ 23.38

    genau das selbe habe ich auch gedacht…von dem hab ich ja ewig nix mehr gehoert…
    Toller Artikel! Danke equinox :)
    derwanderer, bei Jam&Spoon hab ich auch gleich noch an die beiden typen gedacht, die diesen Happy-Techno gemacht haben und auf der Parade damals auch auf nem Wagen mitfuhren…die wir fast ausgebuht haben…wie hiessen sie noch…mir faellts nicht mehr ein…
    Charly Lownoise & Mental Theo…google sei dank!
    Man man man…

  4. DerWanderer said,

    March 31, 2006 @ 09.39

    oh ja, aber dj krautsalat aka dj simone fuhr da voll drauf ab… :) das waren zeiten! “bohhh, die machen die allerallerallerbesten live acts!” scooter waren da ehrlicher. :)

  5. DerWanderer said,

    March 31, 2006 @ 13.30

    man, jetzt rall’ ich erst die merkwürdige schreibweise von hoch-zeit. zuerst habe ich mir echt schon den kopf zerbrochen, wo das raveelement auf eurer trauung war. dann habe ich mal einfach zackig drüber hinweggelesen und den zusammenhang aus dem link hergestellt…

    die budenzauberin hat das besser drauf, das mit der trennung von worten (achtung, xblgng! :)
    http://blog.richtungen.de/?p=181#comment-683

    aber jetzt, meine herren. ich hab’s verstanden.

  6. equinox said,

    March 31, 2006 @ 15.48

    Ich meinte Hoch-Zeit im Sinne von Blütezeit…Ich habe extra nicht Hochzeit geschrieben, wobei wohl beide Wortbedeutungen so geschrieben werden!?

  7. Budenzauberin said,

    April 1, 2006 @ 00.07

    Hoch, Mut. Kommt vor dem Pfahl. *oderso*

    Sachtma - läuft hier irgendwie intern ‘n Wettbewerb, wer die meisten Verlinkungen hat?

    Und mal was OnTopic:
    Obwohl ich - haltet euch fest - den Löffel ganich kannte, finde ich den Zeit-Nachruf sehr schön geschrieben. Ist momentan einer von ca. nur 10 längeren Berichten, die ich zuende zu lesen mich durchringen konnte.

    (Irgendwie holpert’s in der zweiten Hälfte des letzten Satzes.)

  8. DerWanderer said,

    April 1, 2006 @ 10.32

    und genau das macht den artikel auch eben so gut, dass man ihn bis zum ende durchlesen will und spätestens mit dem letzten satz seinen frieden mit dem verstorbenen gefunden hat. wie gesagt, der equinox, der gunfire und derwanderer standen damals ganrnicht auf so ein zeug. übelster kommerz. :)

    und das verlinken. also es gibt da ein konzept, wie man sich einfach zur unglaublichen internet-autorität aufschwingen kann. man sucht sich einfach ein trüppchen gleichgesonnener und behaupten voneinander, man habe es voll drauf. irgendwann glaubt das jemand und sagt, dass dieses grüppchen es voll drauf hat. diesen fan muss die gruppe nun bei laune halten, dadurch dass sie ihn näher aber nicht rein lässt. dann werden andere hintzels und heinzels das merken, dass da ja voll was am start ist und werden auch fan. die lässt man auch näher ran, aber nicht so nah wie den nummer eins fan. in dem stadium kann das grüppchen aufhören, sich über den grünen klee zu loben, denn das machen jetzt ja nun die fankreise eins und zwei. nun ist es an der zeit, das dissen zu beginnen. erstmal nur im fankreis drei, da sammeln sich nämlich masochisten, denen man nun auf die zwölf gibt. das finden kreis eins und zwei geil, im kreis drei regiert angst und hoffung, in kreis eins oder zwei aufgenommen zu werden. durch diese aktion fühlen sich kreis eins und zwei aufgewertet, wobei man aufpassen muss, dass kreis eins mehr wert ist als kreis zwei (hardcore-konzept). sobald sich kreis vier bildet (den das grüppchen nicht mehr persönlich kennen muss, das erledigen die treuen aus kreis eins), beginnt man mit externem dissen. dazu sucht man sich ein grüppchen, dass sich grade erst gebildet hat und maximal einen kreis um sich hat, denn dann sind sie zu sehr mit aufbau beschäftigt und haben noch keine streitmacht, die die gruppe eins dank ihrer mindestens vier kreise schon hat. die aktion dient dazu, dass sich alle kreise der gruppe eins gut fühlen und man einen ersten feindeskreis aus dem inneren kreis der gruppe zwei rekrutiert. in der phase dieses aufbaus spielt es nämlich keine rolle, fananteile zu gewinnen, weil der markt noch brach liegt. nun geht gruppe zwei kaputt oder erstarkt. egal wie gruppe eins hat nun entweder einen ersten kill und damit eine eisenharte reputation oder einen würdigen gegner, mit dem man zusammen andere gruppen drei, vier und fünf dissen kann. sollte zwei tatsächlich kaputt gegangen sein, freuen sich die eigenen kreise ein loch in den bauch und man feiert sich solange, bis gruppe drei stark genug ist, um gedisst zu werden. in dem stadium müssen die gründer von gruppe eins nur noch intern ihren gottgleichen status aufrecht erhalten, denn die eigenen kreise haben nun das konzept verstanden und werden andere gruppen und deren kreise nach gelerntem muster dissen. die gefahren, jetzt als dumme sich gegenseitig verlinker noch entlarvt zu werden besteht, ist aber zu vernachlässigen, da man in den ersten kreisen ja nur leute gesammelt hat, die das zwar mitbekommen, aber nicht verstanden haben. und die werden jeder kritik von ausserhalb schon niederkommentieren und die foren spammen. tja, wenn nun keiner aus kreis eins oder zwei clever genug ist, die macht zu fordern oder zu putschen, dann ist man eine autorität im internet.

    (…)

    also, willst du eine solche unheilige allianz mi begründen? :)

  9. equinox said,

    April 1, 2006 @ 12.25

    mh, mh, mh iss klar…was gabs bei dir denn zum frühstück oder wolltest du der budenzauberin imponieren? ;)

  10. DerWanderer said,

    April 1, 2006 @ 15.14

    es gab das übliche. hunger. vieleicht kommen daher diese visionen. :)

  11. Budenzauberin said,

    April 1, 2006 @ 21.04

    Sag mir, zu welcher Gruppe ich gehöre, und ich sage Dir, wie link Du bist- ähm…welchen Link Du kriegst…oder so ungefähr.

    Und @Wanderer: daß die Fastenzeit nicht gut ist für Dich, ist gut für uns - selten so gelacht. Weiter so.

  12. carola said,

    April 1, 2006 @ 22.17

    Danke, Frau Blasberg!
    Ich bin zwar immerschon ein Mensch gewesen, der nah am Wasser gebaut ist, aber der Schluss hat mich besonders berührt. Er ist wirklich wunderschön .. wie soll ich sagen.. friedlich formuliert. Eine Journalistin, die ihr Handwerk versteht! Der Leser ist entzückt.

  13. blog.richtungen.de » Blog Archive » was passiert dann? said,

    April 3, 2006 @ 12.05

    […] momentan bin ich einfach besser im kommentieren. zum beispiel hier. oder hier. manchmal versteht man mich nicht, das macht aber auch nichts, zum beispiel hier. […]

  14. jo said,

    April 17, 2006 @ 02.47

    Charly Lownoise & Mental Theo? Großartige Typen, mit denen man tatsächlich richtig prima feiern konnte. Wenn man denn irgendwie den Kopf frei bekam, von der eigenen Identitätssuche und den damit verbundenen Zwängen, wie Subkultur und Underground zu sein hatten.
    Tatsächlich machten die beiden damals richtig gute Partys, weit weg vom Kirmestechno, der massiv Charts verschmutzte.

    1996, das Jahr, an dem die beiden (und ein Frischling aus der ostwestfälischen Provinz, der gerade im Kasseler Aufschwung Ost sozialisiert wurde) zum ersten Mal auf einem Wagen waren, war imo auch für die Love Parade ein Wendepunkt. Trotz der damals bereits gigantischen Dimensionen (750.000 Besucher) war die Parade bis 96 immer noch eine Art Familienfest.

    1996 deutet sich der Umschwung aber bereits an: Die unerträgliche - aber wohl auch unvermeidliche - Kommerzialisierung, Proleten in Warnwesten mit Bierdosen, die nur zum “Tittenglotzen” kamen, kleine Mädchen vom Land, die in der großen Stadt ihre Unschuld verlieren wollten, sich dann aber doch nicht trauten … ab 1997 war der Drops gelutscht, die ursprüngliche Idee verramscht.

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