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Roboterfeind

Ich habe mich ja schon mal kürzlich zum Thema “Roboter” ausgelassen. Und ich tue es schon wieder. Grund ist dieser heise online artikel:

(…) auf lange Sicht dürften Roboter damit überfordert sein, eingeklemmte Verletzte selbstständig zu befreien und zu versorgen.

Als Terminator-2-Geschädigter fällt mir sofort die Szene ein, in der der Terminator Mrs. Connor die Schulter näht - John schaut dabei zu und kommentiert (so in etwa):

Du kennst Dich gut aus… ist das, damit Du effektiver töten kannst?

Irgendwie finde ich es nicht beruhigend, dass an solchen Projekten gearbeitet wird, insbesondere wenn man an mögliche Verknüpfungen auf den Gebieten der Motorik, Navigation, Identifikation und künstlichen Intelligenz denkt. Drohnen, so wie sie jetzt im Irak oder in Afghanistan eingesetzt werden, galten meine ich zu Beginn der 80er noch als Science Fiction.

Ich sehe schon diesen sechsbeinigen Gummiketten bewehrten lautlosen unter der Zimmerdecke hängenden mit Einbruchswerkzeugen ausgerüsteten und per Infrarot, Ultraschall, Echolot und Radar navigierenden Mechanoiden mir in meinem nächtlichen Bett den Puls per Laser messen um mir dann, als Roboterfeind aus dem Jahr 2006 indentifiziert, entweder eine nicht nachweisbare letale Injektion in die Aorta oder ein Magazin 44er hülsenlose Munition aus seiner schallgedämpften Minikanone mitten ins Gesicht zu verabreichen, der Abschreckung halber.

Ich verzichte freiwillig auf jede Art von Roboterarbeit und nehme einen Verlust sogenannten Wohlstandes in Kauf.

4 Comments »

  1. darkangel said,

    June 14, 2006 @ 17.18

    Man kann sich ja schöne Horrorszenarien überlegen, aber meine Waschmaschine, meinen Geschirrspüler und meinen Toaster möchte ich nicht missen.. wo fängt denn das “Robotersein” an? Wenn mein Staubsauger selbstständig die Wohnung saugt? Ja- wenn man Wikipedia fragt: “Roboter sind Maschinen, die autonom eine bestimmte Aufgabe erfüllen.”

  2. ker0zene said,

    June 15, 2006 @ 14.54

    Ist natürlich erstmal ein Horrorszenario, aber das doofe ist - wenn es irgendwie machbar ist, dann wird es auch jemand machen. Egal wie man selber dazu steht. Siehe Gentechnik, Biowaffenforschung etc.

  3. p0yntz said,

    June 16, 2006 @ 06.35

    @darkangel: Klar, da erwischt Du mich an einem Punkt, an dem wir uns schnell streiten werden: Erfindungen, die auch ich nutze und die auch mir den Tagesablauf erleichtern.
    Und dass ohne dass ich täglich aus einem Autowrack geschnitten werden muss. Was ich aber auch zweifelsohne gerne werden würde, wenn ich in einer solchen Situation wäre.
    An der Stelle geht mir das Pulver aus, denn ich kann nur wie immer antworten, dass sich oft die Propheten am wenigsten an ihre eigenen Worte halten.

    @ker0zene: Immer maßlos übertrieben, was ich mir so ausdenke. Ich will aber ganz eindeutig und unmißverständlich eine Tendenz zeigen um genau darauf hinzuweisen, dass Aibo nur ein Schlagbolzen aufgelötet werden muss, um ihn zum Killer zu machen.
    Und ich bin mir recht sicher, dass das Militär oder andere das Gesetzt frei auslegende Organisationen auf Patente oder irgendwelche Schutzvorschriften pfeifen, die sowas verhindern könnten.
    Meine Kritiker werden mit den Augen rollen, aber Sony würde eine eigene Waffenschmiede gründen, wenn sie den Auftrag vom Pentagon bekämen.

  4. kopfhoerer » Evolution said,

    November 17, 2006 @ 12.17

    […] Unsere Gegner von morgen, die ich als ausgemachter Roboterfeind argwöhnisch beobachte, haben diese Woche einen Sprung nach vorn gemacht. […]

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