hinzu kommt ja dass die schießerlaubnis für bayern erst ab dienstag galt
nur in tirol war sie ab heute schon
bis zum letzten moment versuchten tierschützer den jägern das töten zu erschweren indem sie, selber als bären verkleidet, ihr leben riskierten.
p0yntz: “Also war es damals richtig, Sie auszurotten und es ist erneut richtig, Sie zumindest zu vertreiben!�
Der Bär: “Wenn Sie damit zuzugeben bereit sind, dass Ihr Verständnis von Umweltschutz auf dem ‘Hauptsache nicht vor meiner Tür!’-Prinzip, dem Sie seit 1835 treu sind, basiert, dann ja.�
Ich will keine Jäger verklagen, töten oder sonst wie belangen, ich will nicht, dass sich jemand gut oder schlecht fühlt, weil er pro oder contra Bär ist.
Ich will hören, dass für Artenschutz kein Platz ist in der BRD. Siehe auch:
@p0yntz: Sicher, nur will ich nicht verstehen, warum nicht das Betäubungsgewehr hier auch seine Dienste getan hätte… Kann mir das bitte mal jemand erklären?
Das Betäubungsgewehr kann nur aus einer Distanz abgeschossen werden, die nicht groß genug ist, um bei einem solchen recht agilen Jungbär die Sicherheit vom Nutzer des Gewehres gewährleisten zu können. That’s it und nix anderes.
Agiler Jungbär? Komisch, Tontaubenschützen müssen out-of-this-world Zielwasser getrunken haben um solch incredible-aiming-skills zu erlangen.
Pff, ich muss mich wiederholen. Wenn man den Bär schonmal vorm Korn hat, dann wird es wohl kein Problem sein ihn auch vor ein Betäubungsmittelgewehr-Korn zu bekommen. Es sei denn, man hat gar kein Betäubungsmittelgewehr eingepackt. So ein Ärger. Klar ist die Reichweite eine Andere, aber bei der geigneten Motivation ist das Betäuben doch sicher nicht unmöglich. Ich unterstelle mal, das man kein Interesse hatte den Bär teuer zu betäuben um ihn dann in ein Gehege, etc zu bringen…
Was mich sehr stutzig macht, ist, dass man in Afrika die Big Five sehr wohl mit Betäubungsgewehren schlafen lässt. Das sind nicht umsonst die fünf gefährlichsten Viecher, die man vor die Büchse bekommen kann (Elefant, Löwe, Rhinozeros, Büffel und Leopard).
Warum hat man nicht jemanden aus dem Ausland geholt, der sich damit auskennt?
Ochmöönsch, Jungs…- meine langjährige Foren- und auch Blogerfahrung lehrte mich zwar, daß man sehr wohl über solche u.ä. Themen diskutieren, aber so gut wie nie den anderen von seiner Meinung abbringen kann. Will ich auch gar nicht, nur soviel zum Drüber-Nachdenken: nehmen wir mal an, der Bär hätte es bis in den Haxtergrund geschafft, und nehmen wir auch mal an, ihr würdet da in einem der Häuschen wohnen - da könnt ihr mir doch nicht erzählen, daß ihr eure Kinder allein im Garten spielen lasst oder abends lecker Fleisch auf den Grill schmeißt, wenn da so ein Viech um die nächste Ecke kommen könnte, oder?
Oder würdet ihr eurer Häuschen verkloppen und wegziehen, weil ja der Artenschutz vorgeht? Hmm?
(PS: ich denke, über der doch etwas baumarmen Region Afrikas lassen sich Tiere aus einem Helikopter besser betäuben als über den Baumwipfeln des Bayrischen Waldes.)
Es geht darum, ob man dieses Tier hätte betäuben können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man da auch nur ansatzweise alles versucht hat um diesen Bär nicht zu töten. Ich behaupte, dass man ebensogut hätte stunnen können, es aber gar nicht wollte. Das Thema sollte beendet werden, denn sonst wäre die Diskussion weitergegangen: Was machen wir denn nun mit dem Tier? Medieninteresse wäre größer geworden und generelles Interesse am Artenschutz gewachsen. Nun wurde Härte demonstriert ein par Tierschützer beschweren sich und nächste Woche ist das Thema durch.
Ich möchte wirklich niemanden von seiner Meinung abbringen, habe keinen Respekt vor langjähriger Erfahrung, eine meiner Schwächen, habe festgestellt, das im Netz gern was behauptet und vermutet wird, siehe Betäubungsgewehr.
Ich bin hier immer der Erste, der sagt, dass er als Prophet gut labern kann, weil er ja nicht das Problem selber vor der Tür hat. Ich habe keine Kinder, keine Bären und keinen Wald.
ABER:
Ich sehe nicht, dass die Lücke zwischen “Artenschutz ist wichtig!” und “Abknallen!” seit 1835 kleiner geworden wäre. Und dazu wäre es wichtig gewesen, Savanne oder nicht, Helikopter oder nicht, sich einen von den diesen Afrikanern zu holen, die den ganzen Tag Big Five unter Dope setzten.
Also, wenn jetzt alle zugeben, dass Artenschutz nur für genehmes Getier gilt, dann bin ich auch sofort zufrieden und niemand muss sich mehr um Betäubungsgewehre kümmern. Feuer frei, sage ich dann! Aber bitte keine Tierdokus mehr, die die Artenarmen deutschen Wälder beklagen.
ich find es einfach traurig.. der Mensch steht anscheinend im Angesicht der Natur vor einem unlösbaren Problem… da ist die einfachste Lösung: Eliminierung
welch eine Schande für die Zivilisation - man kann mit nem toaster zum Mond fliegen, aber (will) keinen Bären fangen…
@budenzauberin
Man lässt seine Kinder nicht allein im Wald spielen, aber nicht wegen der bösen Tiere, sondern wegen der bösen Menschen. Die stellen mE die größere Gefahr dar.
Über die Tötungsfrage in der Mensch-Tier-Ethik lässt sich trefflich streiten. Dazu kann ich ein Kinderbuch empfehlen: “Der Kanzler wohnt im Swimmingpool” von Schröder-Köpf und Brodersen und dort die Geschichte “Max im Bundestag” von Frank Gerbert über die Gleichstellung der Tiere.
Als Fleischfresser will ich diese Diskussion jedoch nicht führen. Da kann man nur verlieren…
Die Dokumentation auf dem Ersten gestern Abend hat kein wirklich gutes Licht auf die Einsatzkräfte geworfen. Grade diese nordische Hundestaffel kam nicht gut weg, auch die Polizei sollte sich den Beitrag nochmal ansehen im Hinblick auf Verbesserungspotential.
Zurück zur Hundestaffel.
Gemeinsam mit dem Kammerateam im Tal gestartet, kommen sie mit drei Stunden Verspätung auf einer vom Bären heimgesuchten Alm an - um zu frühstücken.
Die Betäubungsgewehre wurden nicht als unbrauchbare Waffen dargestellt. Sie kamen ebenfalls nicht zum Einsatz, weil die Trupps nicht nah genug ran kamen und/oder zu spät waren.
Hingegen gab es mehrere Privatpersonen, die durch Bild- und Videomaterial beweisen konnten, dass sie dem Bären bis zu zwei Stunden auf Entfernungen unter 50 m folgen konnten. Es war sogar von 10 m die Rede. Ein Notruf an die Polizei wurde erst nach einer Stunde zurück verfolgt, dass sollte auch erklären, warum die Bärenfänger etwas zu langsam waren.
Weiterhin wurden weder das “Bärenmanagement” bei unmittelbarer Gefahr aus Österreich genutzt, noch das Kriesenprogramm aus Italien, das im Rahmen einer Langzeitbeobachtung mit eben jenen Braunbären erfolgreich ist. Es sind solche Vertreibungsmethoden wie z.B. Gummischrot (über dessen Einsatz auf Demos sehr wohl schon diskutiert worden ist) komplett ungenutzt geblieben.
Befragte Naturschützer nannten ähnlich wie equinox das ganze eine Niederlage und einen Schlag ins Gesicht für den Artenschutz.
Zudem war interessant, dass Menschen, die den Bären auf ihrem Weg oder sogar ihren Grundstücken gesehen hatten, nicht paralysiert wirkten, wie die bayrische Regierung es vielleicht gewollt hätte, sondern zwischen “Dann lasst das Vieh doch!” bis hin zu “Eine Attraktion!” reagierten. Es sind ja auch alle materiell Geschädigte entschädigt worden. Wer sollte sich da noch beklagen?
“Wie immer” waren es noch die Touristen, die am deplaziertesten im Szenario gewirkt haben. Weil sie ähnlich wie in allen Gebieten mit einer Gefahr natürlich sich nicht vom Wandern zurück halten haben lassen - obwohl sich einige nicht sicher waren, ob sie den Bären wirklich sehen wollten. Aber damit verhält es sich nach meiner Meinung wie mit allen Urlauben: Als Tourist sollte man auf die Einheimischen hören.
Das Argument “Was wäre, wenn etwas passiert wäre?” wirkte, sagen wir mal, nicht besonders stichhaltig vor diesen Hintergründen.
Ohne Rücksicht vom Menschen, dass hat die Sache gezeigt, konnte es nur so kommen, wie es gekommen ist. Wir sind halt nicht bereit, die Natur wieder soweit erstehen zu lassen, wie sie dass in Form eines Bärens tat.
@Darkangel: erzähl das mal den Kindern (und ich meine ja nun beileibe keine Kleinkinder) in den Regionen, in denen sie bisher unbedarft im Wald/ am Waldrand/ in ihren Gärten am Waldrand/ in Waldnähe spielen durften.
equinox said,
June 26, 2006 @ 10.40
Da deutet sich ein Konflikt an!?
Alpha.ant said,
June 26, 2006 @ 10.52
hinzu kommt ja dass die schießerlaubnis für bayern erst ab dienstag galt
nur in tirol war sie ab heute schon
bis zum letzten moment versuchten tierschützer den jägern das töten zu erschweren indem sie, selber als bären verkleidet, ihr leben riskierten.
p0yntz said,
June 26, 2006 @ 10.53
@equinox: Nein, überhaupt nicht.
Das hat der Bär bereits im Interview gesagt:
p0yntz: “Also war es damals richtig, Sie auszurotten und es ist erneut richtig, Sie zumindest zu vertreiben!�
Der Bär: “Wenn Sie damit zuzugeben bereit sind, dass Ihr Verständnis von Umweltschutz auf dem ‘Hauptsache nicht vor meiner Tür!’-Prinzip, dem Sie seit 1835 treu sind, basiert, dann ja.�
http://blog.kopfhoeren.de/?p=210
Ich will keine Jäger verklagen, töten oder sonst wie belangen, ich will nicht, dass sich jemand gut oder schlecht fühlt, weil er pro oder contra Bär ist.
Ich will hören, dass für Artenschutz kein Platz ist in der BRD. Siehe auch:
http://blog.richtungen.de/?p=105
equinox said,
June 26, 2006 @ 11.10
@p0yntz: Sicher, nur will ich nicht verstehen, warum nicht das Betäubungsgewehr hier auch seine Dienste getan hätte… Kann mir das bitte mal jemand erklären?
p0yntz said,
June 26, 2006 @ 12.32
@equinox:
Och, wenn es so ähnlich wie in Namibia (ehemals Deutsch-Südwestafrika) läuft, dann haben die Jäger für den Spass bezahlt.
Budenzauberin said,
June 26, 2006 @ 14.20
Das Betäubungsgewehr kann nur aus einer Distanz abgeschossen werden, die nicht groß genug ist, um bei einem solchen recht agilen Jungbär die Sicherheit vom Nutzer des Gewehres gewährleisten zu können. That’s it und nix anderes.
equinox said,
June 26, 2006 @ 14.36
Agiler Jungbär? Komisch, Tontaubenschützen müssen out-of-this-world Zielwasser getrunken haben um solch incredible-aiming-skills zu erlangen.
Pff, ich muss mich wiederholen. Wenn man den Bär schonmal vorm Korn hat, dann wird es wohl kein Problem sein ihn auch vor ein Betäubungsmittelgewehr-Korn zu bekommen. Es sei denn, man hat gar kein Betäubungsmittelgewehr eingepackt. So ein Ärger. Klar ist die Reichweite eine Andere, aber bei der geigneten Motivation ist das Betäuben doch sicher nicht unmöglich. Ich unterstelle mal, das man kein Interesse hatte den Bär teuer zu betäuben um ihn dann in ein Gehege, etc zu bringen…
p0yntz said,
June 26, 2006 @ 14.53
Was mich sehr stutzig macht, ist, dass man in Afrika die Big Five sehr wohl mit Betäubungsgewehren schlafen lässt. Das sind nicht umsonst die fünf gefährlichsten Viecher, die man vor die Büchse bekommen kann (Elefant, Löwe, Rhinozeros, Büffel und Leopard).
Warum hat man nicht jemanden aus dem Ausland geholt, der sich damit auskennt?
“Professionelle Tierfänger betäuben die Elefanten”
http://www.afrikaaktuell.de/Tansania/Meldungen/112005.html
“Die Tiere müssen vom Helikopter aus mit einem Betäubungspfeil “erlegt werden”; ein Kran hievt sie in ihre Boxen aus Stahl und Holz, mit denen sie dann zuerst in ein Gehege kommen”
http://www.misereor.de/index.php?id=8093&tx_ttnews%5Btt_news%5D=191&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1574&cHash=ea7b9d7320
Budenzauberin said,
June 26, 2006 @ 15.25
Ochmöönsch, Jungs…- meine langjährige Foren- und auch Blogerfahrung lehrte mich zwar, daß man sehr wohl über solche u.ä. Themen diskutieren, aber so gut wie nie den anderen von seiner Meinung abbringen kann. Will ich auch gar nicht, nur soviel zum Drüber-Nachdenken: nehmen wir mal an, der Bär hätte es bis in den Haxtergrund geschafft, und nehmen wir auch mal an, ihr würdet da in einem der Häuschen wohnen - da könnt ihr mir doch nicht erzählen, daß ihr eure Kinder allein im Garten spielen lasst oder abends lecker Fleisch auf den Grill schmeißt, wenn da so ein Viech um die nächste Ecke kommen könnte, oder?
Oder würdet ihr eurer Häuschen verkloppen und wegziehen, weil ja der Artenschutz vorgeht? Hmm?
(PS: ich denke, über der doch etwas baumarmen Region Afrikas lassen sich Tiere aus einem Helikopter besser betäuben als über den Baumwipfeln des Bayrischen Waldes.)
equinox said,
June 26, 2006 @ 15.39
Es geht darum, ob man dieses Tier hätte betäuben können. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man da auch nur ansatzweise alles versucht hat um diesen Bär nicht zu töten. Ich behaupte, dass man ebensogut hätte stunnen können, es aber gar nicht wollte. Das Thema sollte beendet werden, denn sonst wäre die Diskussion weitergegangen: Was machen wir denn nun mit dem Tier? Medieninteresse wäre größer geworden und generelles Interesse am Artenschutz gewachsen. Nun wurde Härte demonstriert ein par Tierschützer beschweren sich und nächste Woche ist das Thema durch.
p0yntz said,
June 26, 2006 @ 17.15
Ich möchte wirklich niemanden von seiner Meinung abbringen, habe keinen Respekt vor langjähriger Erfahrung, eine meiner Schwächen, habe festgestellt, das im Netz gern was behauptet und vermutet wird, siehe Betäubungsgewehr.
Ich bin hier immer der Erste, der sagt, dass er als Prophet gut labern kann, weil er ja nicht das Problem selber vor der Tür hat. Ich habe keine Kinder, keine Bären und keinen Wald.
ABER:
Ich sehe nicht, dass die Lücke zwischen “Artenschutz ist wichtig!” und “Abknallen!” seit 1835 kleiner geworden wäre. Und dazu wäre es wichtig gewesen, Savanne oder nicht, Helikopter oder nicht, sich einen von den diesen Afrikanern zu holen, die den ganzen Tag Big Five unter Dope setzten.
Also, wenn jetzt alle zugeben, dass Artenschutz nur für genehmes Getier gilt, dann bin ich auch sofort zufrieden und niemand muss sich mehr um Betäubungsgewehre kümmern. Feuer frei, sage ich dann! Aber bitte keine Tierdokus mehr, die die Artenarmen deutschen Wälder beklagen.
darkangel said,
June 26, 2006 @ 21.31
ich find es einfach traurig.. der Mensch steht anscheinend im Angesicht der Natur vor einem unlösbaren Problem… da ist die einfachste Lösung: Eliminierung
welch eine Schande für die Zivilisation - man kann mit nem toaster zum Mond fliegen, aber (will) keinen Bären fangen…
darkangel said,
June 26, 2006 @ 21.58
@budenzauberin
Man lässt seine Kinder nicht allein im Wald spielen, aber nicht wegen der bösen Tiere, sondern wegen der bösen Menschen. Die stellen mE die größere Gefahr dar.
Über die Tötungsfrage in der Mensch-Tier-Ethik lässt sich trefflich streiten. Dazu kann ich ein Kinderbuch empfehlen: “Der Kanzler wohnt im Swimmingpool” von Schröder-Köpf und Brodersen und dort die Geschichte “Max im Bundestag” von Frank Gerbert über die Gleichstellung der Tiere.
Als Fleischfresser will ich diese Diskussion jedoch nicht führen. Da kann man nur verlieren…
p0yntz said,
June 27, 2006 @ 06.48
Die Dokumentation auf dem Ersten gestern Abend hat kein wirklich gutes Licht auf die Einsatzkräfte geworfen. Grade diese nordische Hundestaffel kam nicht gut weg, auch die Polizei sollte sich den Beitrag nochmal ansehen im Hinblick auf Verbesserungspotential.
Zurück zur Hundestaffel.
Gemeinsam mit dem Kammerateam im Tal gestartet, kommen sie mit drei Stunden Verspätung auf einer vom Bären heimgesuchten Alm an - um zu frühstücken.
Die Betäubungsgewehre wurden nicht als unbrauchbare Waffen dargestellt. Sie kamen ebenfalls nicht zum Einsatz, weil die Trupps nicht nah genug ran kamen und/oder zu spät waren.
Hingegen gab es mehrere Privatpersonen, die durch Bild- und Videomaterial beweisen konnten, dass sie dem Bären bis zu zwei Stunden auf Entfernungen unter 50 m folgen konnten. Es war sogar von 10 m die Rede. Ein Notruf an die Polizei wurde erst nach einer Stunde zurück verfolgt, dass sollte auch erklären, warum die Bärenfänger etwas zu langsam waren.
Weiterhin wurden weder das “Bärenmanagement” bei unmittelbarer Gefahr aus Österreich genutzt, noch das Kriesenprogramm aus Italien, das im Rahmen einer Langzeitbeobachtung mit eben jenen Braunbären erfolgreich ist. Es sind solche Vertreibungsmethoden wie z.B. Gummischrot (über dessen Einsatz auf Demos sehr wohl schon diskutiert worden ist) komplett ungenutzt geblieben.
Befragte Naturschützer nannten ähnlich wie equinox das ganze eine Niederlage und einen Schlag ins Gesicht für den Artenschutz.
Zudem war interessant, dass Menschen, die den Bären auf ihrem Weg oder sogar ihren Grundstücken gesehen hatten, nicht paralysiert wirkten, wie die bayrische Regierung es vielleicht gewollt hätte, sondern zwischen “Dann lasst das Vieh doch!” bis hin zu “Eine Attraktion!” reagierten. Es sind ja auch alle materiell Geschädigte entschädigt worden. Wer sollte sich da noch beklagen?
“Wie immer” waren es noch die Touristen, die am deplaziertesten im Szenario gewirkt haben. Weil sie ähnlich wie in allen Gebieten mit einer Gefahr natürlich sich nicht vom Wandern zurück halten haben lassen - obwohl sich einige nicht sicher waren, ob sie den Bären wirklich sehen wollten. Aber damit verhält es sich nach meiner Meinung wie mit allen Urlauben: Als Tourist sollte man auf die Einheimischen hören.
Das Argument “Was wäre, wenn etwas passiert wäre?” wirkte, sagen wir mal, nicht besonders stichhaltig vor diesen Hintergründen.
Ohne Rücksicht vom Menschen, dass hat die Sache gezeigt, konnte es nur so kommen, wie es gekommen ist. Wir sind halt nicht bereit, die Natur wieder soweit erstehen zu lassen, wie sie dass in Form eines Bärens tat.
Budenzauberin said,
June 27, 2006 @ 21.01
@Darkangel: erzähl das mal den Kindern (und ich meine ja nun beileibe keine Kleinkinder) in den Regionen, in denen sie bisher unbedarft im Wald/ am Waldrand/ in ihren Gärten am Waldrand/ in Waldnähe spielen durften.