badge!

Archive for August, 2006

cold shivers run down my spine

Ich habe dieses Video geliebt. Das erste Mal als ich es sah, hat es mich zu einer Salzsäule erstarren lassen um mich danach zeitgleich mit dem großen Knall in Milliarden Salzkristalle zu pulverisieren. Meine Körperbehaarung richtet sich auf und ganze Gewitterfronten wandern an meiner Kehrseite auf und ab wenn ich das Video nur vor meinem geistigen Auge abspielen lasse. Nahezu unerträglich intensiv. Konserviert durch die Pre-YouTube-Ära bedarf es nun einer behutsamen Dosierung damit die Wirkung nicht verpufft.

Danke James Lavelle, danke Thom Yorke und Chapeau Jonathan Glazer.

Fat bloody fingers
Are sucking your soul away…

Comments (3)

Tod durch Transparenz

Tod durch:

- Transparenz der Preise und Angebote:
Ebay, Amazon, Billigairlines, Bahn, iTunes, Onlinekataloge und -läden.

- Transparenz der Vorlieben und der Freizeit:
Flickr, Youtube, Geocaching, Homepages der Vereine, Bookcrossing.

- Transparenz der persönlichen Daten:
OpenBC, Monster, Friendster.

- Transparenz der Erdoberfläche:
Google Earth, Stadtplandienst, map24.

- Transparenz der Gedanken:
Bloggosphäre, Kommentare, Foren, private Homepages.

- Transparenz der Geschehnisse und Fakten:
Heise, Focus, Stern, Spielgel, Tagesschau, Wikipedia, Online-TV.

Das Individuum ist dabei schon lange nicht mehr interressant. Das von uns freiwillig erlaubte und geforderte globale Datamining wird uns Dank der hohen Transparenz in den Wahnsinn treiben und allen Feinden der Freiheit Anderer die nötigen Informationen auf dem silbernen Teller präsentiert.

Stoppe Informationsansammlung, stoppe Vernetzung!

Comments (3)

F1?

Tiger stärke meine Gedanken. Ich bin so schrecklich müde. Es wird Zeit für meinen ersten Urlaub dieses Jahr. F5, F5, F5…

Es tut sich einfach nichts, so oft ich auch drücken mag…

Comments (6)

Paderblogger-Zwischengrillen.

Anrücken, grillen, glücklich sein!
Beim Paderblogger-Zwischengrillen.

Schaut bitte bei Frau Budenzauberin vorbei, dort gibt’s Details!

Comments (5)

Freitag, 18:00-24:00

Wie oft habe ich in dem Zug gesessen? 50 mal? 100 mal? 150 mal? Letzeres könnte stimmen. Jeden zweiten Freitag. Zwischen sechs und null Uhr.

Und wirklich jedes einzige mal bin ich mit dem Spruch “Da bin ich wieder, Deutschlands übelstgelauntester Reisender!” ausgestiegen.

Und, meine Herren, wie das zutraf! Eine Laune hatte ich zuweilen, Mitreisende hatten teilweise Angst um lebenswichtige Organe, so eine Aura war ich in der Lage entstehen zu lassen, einfach nur durch meine Präsenz! Üble Sache.

Schlecht habe ich mich dabei beileibe nicht gefühlt, ganz im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, es müsse so sein und die Welt habe es keinen Deut besser verdient. Wäre ich in der Lage gewesen, durch Blicke Bahnabteile wie mit einem Schneidbrenner zu durchteilen, wer weiss, ich hätte es vielleicht gemacht. Eigentlich hätte ich es sicher gemacht.

Nun, die Tage war ich per Luftfahrt unterwegs, da hat man viel Zeit zum Denken und so entglitten meine Gedanken in die Zeit, als ich es noch gewohnt war lang und weit zu reisen und mir einredete, es sei gut so. Und da dachte ich an all die Mitreisenden, die ich damals nur durch böse Blicke zu Asche zu machen versuchte.

Und ich habe festgestellt, dass ich nicht übel gelaunt war, weil die Mitreisenden es verdient oder dazu Anlass gegeben hätten. Es gibt halt unterschiedliche Menschen und die einen reisen gern, essend oder redend, andere reisen ungern, sich beschwerened oder durch den Zug laufend. Manche müssen reisen, schlafend, und andere wollen reisen, Karten spielend.

Nein, ich war übel gelaunt, weil es mir einfach Scheisse ging. Weil ich da in einer Kiste steckte, die mich so dermassen meiner Interessen, Wünsche, Hoffnungen, Meinungen und Hobbies beraubte, dass ich alle und jede, die aussenstanden und nun wirklich garnichts dafür konnten, mit einem dreifachen Fluch belegte. Warum auch immer, in der Psychologie gibt es dafür bestimmt eine Erklärung.

So richtig ist mir das gestern auf dem Rückflug hochgekommen, weil dort so eine arme Seele vom Typ “übellauniger Juppie auf Reise” neben mir sass. Es fällt mir auf, dass ich damals einfach schrecklich gewesen sein muss. Mein Gott, was bin ich froh, dass das alles vorbei ist und ich die Menschen jetzt leben lassen kann.

Comments (2)

Neulich im Treppenhaus III

Mein Eindruck, dass der Nachbar eine Etage unter mir leichte Probleme haben könnte, die in Richtung Alkohol oder auch Demenz gehen, hat sich gestern leider bestätigt. Zuerst dachte ich, dass es das zu reparierende alte Notebook eines Freundes sein könnte, welches ätherisch verbrannte Gerüche absondert. Nun, ein 6 Jahre altes Gerät, welches seit ca. 2 Jahren nicht mehr benutzt wurde kann schon mal seltsam riechen. Doch nach genauer Beschnupperung aller möglichen Geruchsaustrittsöffnungen kam ich zu dem Resultat, dass das Odeur des Notebooks in Ordnung ist. Meine olfaktorische Wahrnehmung ist nicht sonderlich gut ausgeprägt, aber irgendetwas nahm meine Riechschleimhaut wahr. Also flugs das Fenster geöffnet um mal Auszuschließen, dass es irgendwo brennt. Seltsam, nichts zu sehen und die Geruchsintensität ist die Gleiche. Erst als ich einige aufgeregte Stimmen im Treppenhaus hören konnte, kam ich auf die ruhmreiche Idee doch einmal im eigenen Haus nachzuschauen. Türe auf und da kamen mir die Rauchschwaden schon entgegen. Durch die Flurfenster konnte ich auch schon zwei Löschzüge der Feuerwehr, einen Krankenwagen und die Polizei erkennen. Letztere hatte die Tür zu meinem beliebten Nachbarn mittlerweile öffnen lassen um sich nach dessen Gesundheitszustand zu erkundigen und kam zwei Minuten später mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht aus dem Gewölk wieder hervor.

Der hat sein Mittagessen auf dem Herd vergessen und ist eingeschlafen. Der will aber auch nicht aufstehen. Der fühlt sich noch so müde…

Nee, ist klar. Ich bin auch immer so müde, wenn ich mein Mittagessen mal scharf anbrate. Aber nur, wenn ich 2 Flaschen Wein zum Ablöschen benutze…

Ich werde mir jetzt wohl einen Rauchmelder kaufen. Oder wie die Frau Rechtsanwältin mir sagte:

Einfach mal bei der Stadt eine Betreuung für den besagten Herrn ordern. So geht das ja nicht…

Ob ich den Rauchmelder direkt über seiner Wohnungstür anbringen darf? Sagen Sie mal Frau Rechtsanwältin, wie issen das so…? Bevor das nächste mal was anderes anbrennt, als nur das Mittagessen…

Comments (3)

broken social scene

Ganz kurzfristig. Noch wer bei broken social scene heute im Forum in Bielefeld? Sonst gibts wieder Schimpfe…

Schöne Bandbeschreibung vom Forum:

Das kanadische Musikerkollektiv wird heute bei uns die einzige Clubshow in Deutschland spielen!
BSS sind keine handelsübliche Band. Broken Social Scene aus Toronto und Montreal sind ein Haufen Freunde, die vor einigen Jahren beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Zunächst waren da zwei Typen, Kevin Drew und Brendan Caning. Die machten gemeinsame Sache im Homerecording Studio und so entstand ein erstes Broken Social Scene Album. Dann luden sie ihre ganzen talentierten Freunde ein und nahmen ein zweites Album auf, nannten es „You Forget It In People“ und dann entglitt ihnen die ganze Sache: sie wurden berühmt in Kanada und sollten sogar dortige Grammies kriegen. Sie verkauften über hunderttausend Alben in den USA und werden dort verehrt wie kaum eine andere Band. Und plötzlich war da Druck. Erfüllungsdruck. Erwartungsdruck. Einfach Druck. Eigentlich ein Unwort im Zusammenhang mit Kunst. Passiert aber immer wieder. Aber an Europa ist das alles mehr oder weniger spurlos vorbei gegangen. Hier sind sie gerade mal einer kleinen Underground Gemeinde bekannt. Doch die einzelnen Mitglieder der Broken Familie heißen u.a. Feist, Stars, Apostle Of Hustle, Metric. Sie kennt man entweder bereits, oder wird von ihnen sehr bald sehr viel mehr hören… Wichtiger aber als all das: die Musik…! Machen wir es kurz: das Album ist ein Monstrum!! Es verlangt dem Zuhörer ordentlich was ab, um ihn dann aber um so reichlicher zu beschenken. Faktisch wird es in diesem Jahr keine bessere / wertvollere / anstrengendere / aufregendere / vollere / himmelstürmendere / unverschämtere / tollere / vielseitigere / enigmatischere Platte mehr geben. Das Album versucht erst gar nicht eine Konsensplatte zu sein. Radikal künstlerisch wertvoll, eine Gradwanderung ohne Gleichen, mit unfassbaren Hymnen, ebenso vielen Klangcollagen und einem Füllhorn an verwirrenden musikalischen Arrangements. Dabei immer konsequent Broken Social Scene. Ein Meilenstein, der in fünf Jahren als Referenz genannt wird, so wie heute Daydream Nation, oder Zen Arcade oder You’re Living All Over Me.

Comments

the real firefox

und es gibt ihn doch, den firefox…

via

Comments (2)

Popstars für Softwareideen

Es ist eine Meta-Idee und sie klingt sehr vielversprechend. Phill Ryu, Blogautor von phillryu.com und Besitzer der Sites MacThemes und Widgetmachine hat ein weiteres Projekt initiiert. My Dream App möchte Ideengebern die Möglichkeit geben, diese auch ohne technisches Knowhow in Softwareprogramme umzusetzen. Dafür muss lediglich die Idee für eine Killer-Applikation eingereicht werden und ein Jurorenteam bestehend aus namhaften Entwicklern von Programmen wie AppZapper, ShapeShifter und SubEthaEdit entscheidet über die besten 24 Geistesblitze. Danach können die User der Site darüber abstimmen, wer eine Runde weiterkommt. Eine Art Popstars für Softwareideen. Um die eingereichten Ideen noch zu verfeinern bzw. reifen zu lassen, stehen Berater, wie z.B. Kevin Rose (Digg), Mac-Evangelist Guy Kawasaki, New York Times Kolumnist und Bestseller-Autor David Pogue und Apple Mitbegründer Steve Wozniak zur Seite. Von den 24 Ideen werden letztendlich nur drei entwickelt und die Ideengeber erhalten neben einem Macbook noch Anteile aus den verkauften Lizenzen dieser zu entwickelnden Shareware.

Comments

Kindergeld



Leserkommentar aus dem Spiegel

Comments (3)

« Previous entries