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Yamazaki Suntory

Bald ist es ein Jahr her, dass wir nach Tokyo aufbebrochen sind. Einer Idee und einem Versprechen folgend, dass zu dem Zeitpunkt fast 10 Jahre alt war. Wahrscheinlich die beste Verabredung meines Lebens.

Jetzt, da es gut gesackt ist, ich genügend Abstand gefunden habe und ausgiebig Zeit hatte, die Eindrücke zu verabeiten, verklärt sich der Blick liebevoll und ich kann die Reise besser einordnen. Und ich muss sagen, es war die wichtigste Städtereise. Definitiv stellt diese Reise den Massstab, an dem sich Abenteuer in Verne, Soest, Krefeld, Berlin, München, Wien, London, Warschau, Windhoek, Miami oder Mumbay messen lassen müßen.

Fast vierzehn Tage Eindrücke gesammelt, die immer wieder wie ein Flashback zurück in den Geist springen. Pompöse Läden? Gab es bessere und größere in Tokyo! Rushhour? In Tokyo war mehr los! Verwinkelte Gassen? Tokyo wins! Glass und Mamor? Tokyo!

Wie ich da so plötzlich darauf komme? Ein kleiner Streit zum Thema “Whisky” hier im Büro und da hab’ ich doch gleich einen kleinen Flashback. Denn wir hatten das hier dort.

Was war das ein Abend!

3 Comments »

  1. darkangel said,

    August 8, 2006 @ 08.57

    ich kenne da noch jemanden, der mir von seinem besten Whisky (- Ambiente) seines Lebens vorschwärmt!!! Das letzte Mal ist glaub ich erst am Samstag abend gewesen- bei einem Gespäch über Gott und die Welt;)

  2. equinox said,

    August 10, 2006 @ 10.54

    Für mich war es ebenfalls “die Reise” meiner bisherigen Reisekarriere. Shibuya und Shinjuku sind einfach atemberaubend. Kann man auch kaum in Wort fassen. Diese Shibuya-Crossing mit den mehrfachen Zebrastreifen, diese Spinne in Roppongi, die Berlin-Tokyo-Party in einem feinen Viertel, das Menschengewimmel auf den Strassen, die Trinkomaten an wirklich JEDER Ecke mit Vitamin C Gehalt von 77(!) Zitronen und sonstigen gesunden Substanzen, GeoSite und der Leidensweg dahin, Pestschläppchen und Pisslatschen in Kyoto und natürlich die NewYork Bar. Es war dekadent und auch wenn der vermutlich mittlerweile dahingeschiedene Japaner sich die Biere für je 10 Euronen nur so in sich hineingegossen hat und seine Lungenbläschen dazu animiert hat sich doch stückweise wieder aus seinem Körper hinaus zu katapultieren war es ganau so authentisch. Der jungreiche Japaner mit seiner dumpfen weiblichen Begleitung. Die andauernden Unterbrechung der stilvollen musikalischen Untermalung durch unsägliche Geburtstagsständchen und der hilflose Blick der Chanteuse als sie gezwungen wurde sich zum überzüchteten Krebspatienten zu setzen. Einmalig! Einfach dazusitzen, auf das nächtliche Tokyo zu schauen, mit einem Glass Whiskey in der Hand mit Eiswürfeln, die den Namen Eis auch verdient haben. Herausgebrochen aus einem Eisblock und abgerundet durch einen Schuss heissen Wassers. Mit offenem Mund auf diese seltsame Stadt zu schauen und nichts zu sagen. und nebenbei kleingehäxeltes kobe-rind in der bolognese zu vermümmeln. das war wirklich grossartig and so much more…

  3. p0yntz said,

    August 10, 2006 @ 11.58

    Stimmt, das Eis war göttlich. Und die Chanteuse auch, war die nicht aus Chicago für den Abend angereist oder sowas? Und dann durfte sie sich nicht mit den beiden netten Jungs aus Germany unterhalten und mußte mit Cancer-Boy quatschen. Gut, der hat auch mehr Geld in dem Laden gelassen, als wir. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein, dass sie lieber mit uns gesprochen hätte. Nun, zumindest hat von uns beiden keiner Lungenstückchen gespuckt. :)

    Ich glaube, die Szene war besser als die in “Lost in Translation”.

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