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Archive for October, 2006

Ma…

Bin neulich beim gelangweilten Zappen auf einem dieser seltsamen Sender hängen geblieben, die ihre Moderatoren fürs fickrig-machen bezahlen. Gern auch mal für das Ablegen diverser Kleidungsstücke um das debile Publikum zum Anrufen zu animieren. Nachdem ich die Damen aber mal gesehen habe, würde ich sogar glatt dafür anrufen, wenn ich mir das nackige Elend beim drüberzappen nicht mehr anschauen müsste . Hmm, eigentlich gar keine schlechte TV-Show-Idee. Sollte mal jemand drüber nachdenken…

Jedenfalls war die Aufgabe sieben Tiere die mit Ma beginnen zu finden. Nicht leicht, aber lösbar.

Das Wort “Mauzikatzi” wollten die beiden dumpfen Moderationspraktikanten allerdings nicht durchgehen lassen.

Seltsam…

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shoegazing?

Ob diese Schubladisierung stimmt? Mal sehen.

- Wall of sound? Ja!
- Gitarren? auch!
- melanchloisch? Ja!
- melodisch? schon!
- Pop? Ja!
- Effektgeräte? for sure!

Shoegazer? Nun ja, ein wenig schon. Vielleicht auch deswegen weil es momentan so gut funktioniert und minimal ja gerade von gewissen Herren zerstört wird. Wenn das mal keine Selbsterfüllende Prophezeiung ist?

Aber ob diese 4 Jungs auch son Schuhfetisch haben? Würde ich gerne mal live überprüfen aber der weite Weg aus Austin, Texas ist wohl (noch) zu beschwerlich.

She, Sir Band-Site
She, Sir auf MySpace-Site

Probehören:

und ein weiterer track hier als mp3-download.

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“Verfassungsessentials”

Und schon werden Konsequenzen aus dem neusten Bundeswehr-Skandal gezogen.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), forderte unterdessen eine Überprüfung der Ausbildung. (…) Da müsse überprüft werden, ob die Art des Unterrichts noch den heutigen Anforderungen entspreche.

Quelle: n-tv.de

Richtig so, die Zeiten sind nun auch endgültig vorbei, in denen man Genitalien in die sterblichen Überreste von in Massengräbern bestatteter Gewaltopfer einführte.

Da kann ja auch kein Killer von allein drauf kommen!

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googletube, get stuffed!

Das war’s dann auch mit youtube. Erst die 30.000 Videos die auf Beanstandung einer japanischen Verwertungsfirma kurzerhand gelöscht wurden und nun die Herausgabe der Nutzerdaten von Personen, die urheberrechtlich geschütztes Material hochgeladen haben. Überall wo die Medien- und Musikunternehmen ihre Finger im Spiel hat erfolgt über kurz oder lang der Kahlschlag. Nein, sie haben nichts begriffen. Sie haben nicht verstanden was den Reiz des Netzes ausmacht und wie wertvoll user generated content (buzz!) ist.

Die Medien- und Musikunternehmen, die jetzt eine Kooperation mit Googletube ausgehandelt haben, werden natürlich von Verfolgung der Urheberechtsverletzungen absehen, denn billiger konnten sie ihren eigenen Archive nicht anbieten. Die Drecksarbeit, die Videos bei youtube einzustellen haben ja schließlich die Nutzer selbst erledigt. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert. Also erstmal die User verklagen, die Content der Mitbewerber hochgeladen haben. So kann man auf Kosten der User den Mitbewerber schädigen, die bisher keine Partner von youtube sind.

The company has consistently said that it will obey the law and that it doesn’t want copyright material on its site. That message is spelled out in YouTube’s user agreement, as well as in a computer prompt that appears before a person uploads a clip.

Die Haltung youtubes ist bigott. Weshalb sind waren sie nochmal 1.600.000.000 $ wert?

youtube is now blacklisted.

Update: Sehr schön dazu auch dieser Kommentar.

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Vadim Glowna und das Haus der schlafenden Schönen

Vadim Glowna kam nach Paderborn um seinen neuen Film „Das Haus der schlafenden Schönen“ und seine Autobiografie vorzustellen. Nichts Ungewöhnliches für einen Schauspieler, denn nur so kann man wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit für ein Projekt erzeugen und doch außergewöhnlich in der Art der Präsentation. Glowna - mittlerweile das 65. Lebensjahr erreicht - wirkt gelassen, fast entsagend in seiner Erscheinung. Völlig unauffällig gekleidet und ohne äußeren Hinweis auf seine offensichtlich bewegte Vergangenheit. Seine Stimme flüsternd und andachtsvoll, generiert eine gespannte Atmosphäre im spärlich besetzten und abgedunkelten Kinosaal. Er erzählt aus seinem Leben und vermischt diese Passagen mit Kapiteln aus seinem Buch. Wer ihm nicht aufmerksam folgt bemerkt nicht die fließenden Übergänge zwischen Vorlesen und Berichten.

Er erzählt von seinem Traum diesen Film zu drehen. Das Haus der schlafenden Schönen. Alles in Eigenregie. Drehbuch, Produktion, Verleih. Selbst finanziert und somit auf den Erfolg angewiesen, damit die Kosten wenigstens gedeckt werden. Er hat die Erwartungen an den Film durch seinen Auftritt selbst sehr hoch gesteckt und deswegen enttäuscht er leider das durchaus interessierte Publikum mit seinem Film. Das Thema hat die Brisanz eine moralische Schranke zu durchbrechen aber der Film konzentriert sich zu sehr auf die Hauptperson, die emotional einfach nicht als Identifikationsfigur taugt. Zu wenig kritisch geht er auf die Motivation des Edmond ein und lässt den inneren Konflikt weitgehend im Dunkeln. Moralisch wird das Handeln nicht (genug) hinterfragt und obwohl Glowna sagt, dass diese älteren Männer vermutlich nicht in der Lage waren sexuelle Handlungen an den schlafenden Mädchen vorzunehmen (diese Häuser gab es in den 20er Jahren wohl wirklich u.a. in Tokyo und Berlin) offenbart er durch diese Rechtfertigung sein Verständnis von Missbrauch, welches offenbar ausschließlich von Penetration geprägt ist. Ob die einseitige Darstellung ein Resultat (s)einer männlichen Machtphantasie ist lässt sich nur vermuten und muss daher nicht weiter hypothetisiert werden doch der Verzicht die Rolle der schlafenden Schönen zu betrachten lässt diese Vermutung, zumindest was den Drehbuchschreiber betrifft zu.

In jener Nacht entdeckte ich das unglaubliche Vergnügen, den Körper einer schlafenden Frau zu betrachten, ohne vom Begehren bedrängt oder von der Scham behindert zu werden

Die Originalvorlage des japanischen Literaturnobelpreisträgers Yasunari Kawabata, muss Aufschluss bringen, evtl. auch über regionale Besonderheiten des Plots und die Übertragbarkeit auf westliche Moralvorstellungen. Schade um den inhaltlichen Sprengstoff, denn die Thematik besitzt eine durchaus beachtliche Sprengkraft, welche leider auf der Leinwand verpufft ist.

Kinostart: 02.11.2006

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Grosse Musik.

Ich rezensiere ja selten Musik.

Wenn aber das gesammte Arrangement stimmt, der Text ein Gefühl ausdrückt und der Interpret so durch gekonnte Komposition mein Herz erreicht, dann ist es mir schon einen Link wert.

Bitte, hört es Euch an. Grade, wenn Ihr wegen guter Musik hergekommen seid und einen echten Hit von Morgen schon heute hören wollt.

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Wörter gibt’s…

Ich finde das Wort Unterschicht unpassend. Ich sage ja auch nicht Bonziat.

Renate Schmidt in Hart aber fair

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Jubiläum

Liebes Tagebuch BlogDings, Dich gibt es nun seit 500 Tagen. In dieser Zeit wurde 247 Einträge verfasst und 666 Kommentare dazu abgegeben. Auch wenn Du in der letzten Zeit das Gefühl bekommen haben solltest, Dich etwas vernachlässigt zu haben, muss das nicht bedeuten, dass Du mir weniger wichtig geworden bist, sondern dass es auch Dinge gibt, die nicht in ein Tagebuch BlogDings gehören. Zum Jubiläum keine goldene Uhr kein neues fancy-plugin, denn in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten kostet jedes zusätzliche Bit eine Menge Zeit und Geld.

Credit where credit is due: Die Oldschooler Problemlöser und ker0zene können über 500 Tage nur müde lächeln, doch die haben ja auch schon eine Gesichts-OP mit facelifting hinter sich gebracht. Für 500 Tage siehts Du noch relativ frisch aus.

Auf die nächsten 500.

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ich will möchte…

Der ker0zene hats liegen lassen und ich bin drüber gestolpert:

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne haben möchte:

1. Die Fähigkeit Entscheidungen treffen zu können, vor allem Wichtige
2. Besonnenheit
3. Vertrauen in meinen eigenen Körper
4. finanzielle Unabhängigkeit
5. Musikalität

5 Dinge die ich habe, aber eigentlich nicht möchte:

1. Den Glauben, dass ausgerechnet ich etwas ganz besonders bin, aber es nur noch keiner gemerkt hat.
2. Bequemlichkeit
3. Neigung mich selbst zu überfordern
4. sporadisch auftretende Kaufräusche
5. Röntgenpass

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:

1. künstlichen Darmausgang
2. Aktienportfolio
3. Vormund
4. Angst vor dem Tod
5. Wohnort in Bayern

Jemand noch ohne Wunschzettel?

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Kaufrausch. heute: Google

Endlich hat auch Google mal eingekauft. Konnte ja nicht sein, dass nur yahoo sich die tollen Web2.0 Dienste einverleibt. Mal schauen was so eine Video-Plattform kostet? Huch? 1.65 Milliarden US$. Stattliches Sümmchen.

MOUNTAIN VIEW, Calif., October 9, 2006 - Google Inc. (NASDAQ: GOOG) announced today that it has agreed to acquire YouTube, the consumer media company for people to watch and share original videos through a Web experience, for $1.65 billion in a stock-for-stock transaction. Following the acquisition, YouTube will operate independently to preserve its successful brand and passionate community.

Quelle: Google Investor Relations

Hm, wie Google das Geld wohl wieder reinbekommen will? Ach, hier steht’s ja. CBS, Sony BMG,Universal und auch Warner sind kurz vorher aufgesprungen. Och ne, Kaufcontent bei youtube in Flash-Qualität? Wer macht denn sowas?

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