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Archive for December, 2006

LifeService Kids

Die Björn Steiger Stiftung bietet ein Mobiltelefon für Kinder an, das via GPS geortet werden kann. So sollen Eltern jederzeit online feststellen können, wo sich ihre Schützlinge aufhalten. (…) Wie weit die Selbständigkeit gehen darf, können Eltern mit “Geo-Fencing” festlegen. Sobald das Kind eine von den Eltern als Bewegungsraum festgelegte Zone verlässt, werden sie automatisch per Anruf oder SMS benachrichtigt.

Quelle: heise.de

In meiner Kindheit wussten unsere Eltern immer, wo wir waren. Mir war das nie unangenehm, dass ich hätte überwacht werden müssen. Wir waren bei Nachbarn, bei den Pfadfindern, bisschen Sport treiben, haben uns abgemeldet, weil wir in den Steinbruch (51° 39′01.61” N 8°37′36.62” E) zur Kalkmühle wollten.

Wir haben Blessuren davon getragen, z.B genähte Beine, Gesichter, Füsse und Hände. Auf dem Weg zum Genähtwerden nahm man Taschentücher und drückte kräftig auf die geschundene Stelle. Unvergesslich der Nachmittag im Steinbruch, an dessen Ende Blutstropfen den Weg nach Haus (Salzkotten und Upsprunge) wiesen.

Und unsere Eltern wussten das alles und kannten die Risiken. Tja. Coole Geschichten, die noch heute nach Salpeter riechen. Was wird Generation “In Vitro” mal berichten?

Das war ein Nachmittag! Es begann zu regnen und die Baterien meines i-Kids waren leer! Mutter konnte mich nicht abholen und ich war an der Grenze des Geo-Fence! Was haben wir alle gefeiert, als ich den halben Kilometer zu Fuss zurück gelegt hatte und fast ganze zwei Minuten zu spät kam! Zum Glück kam kurz danach eine Baterie mit längerem Stand-By auf den Markt, so dass mir das nie wieder passiert ist!

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