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Frage zu Second Life

Schweden will in der populären Online-Welt Second Life eine offizielle Vertretung eröffnen.

Quelle: tagesschau.de

Gut. Ich kenne mich nur superoberflächlich aus, daher meine Frage zu Second Life.

Kann man da eigentlich alles werden, was man im echten Leben nicht auf die Kette bekommt, weil man zu dick, zu dünn, zu dumm, zu schwach, zu feige oder sonstwas ist?

Oder kann ich da auch in den Bau gehen, weil ich virtuelle Botschaften nachts mit Graffiti verziere, unangemeldete Demonstrationen starte, Angestellte am Betreten der Botschaft hindere und das Gebäude mit Handgranaten bewerfe?

Ich pflege meine Voruteile und behaupte, dass virtuelles Leben nur weichgespühltes Leben ausgerichtet auf seichtes Entertainment ist und beantworte daher meine Frage selber:

“Nein, Terrorismus gehört nicht zu Leistungsumfang und Möglichkeiten von und in Second Life.”

4 Comments »

  1. equinox said,

    January 30, 2007 @ 13.37

    Herr Breuer bitte kopfhoeren, Herr Breuer bitte.

  2. Markus Breuer (Pham Neutra) said,

    January 31, 2007 @ 07.47

    Antworten in der Reihenfolge der Fragen:

    Nein, dumme, faule, feige Leute haben dumme, faule, feige Avatare.

    Nein, einen “Bau” gibt es nicht.

    Auf Vorurteile erübrigen sich Antworten. Wo kämen wir da hin? ;)

    Zum Terrorismus müsste man zunächst einmal definieren, was denn genau Terrorismus ist. Es ist im Rahmen von Second Life möglich, andere zu ängstigen (terror), zu ärgern und zu belästigen bzw. ihnen das zweite Leben schwer zu machen. Das nennt man auf solchen Plattformen “griefen”. Ob man das mit Terrorismus vergleichen möchte, überlasse ich anderen. Es bewegt sich mehr auf der Ebene “Dummejungenstreiche”.

    Was nicht möglich ist, ist anderer Leute (virtuelles) Eigentum oder Körper (Avatar) zu zerstören oder schädigen. Das Heftigste, was mit Hackerattacken möglich ist, ist es, einzelne Server oder kurzfristig auch das gesamte Netzwerk abstürzen zu lassen. Letzteres scheint aber schwieriger zu werden und ist schon längere Zeit nicht mehr passiert. Im Augenblick scheinen die Ordnungskräfte den “Terroristen” leicht voraus zu sein.

  3. p0yntz said,

    January 31, 2007 @ 09.52

    Mein Beitrag war, zugegeben, sehr provokativ. Ich fühle mich da auch immer etwas schlecht, wenn ich den “Publish”-Button drücke und sowas veröffentliche.

    Daher erstmal Danke für die faire Antwort auf meine unfaire Frage!

    Die Attacken von “aussen”, sprich die virtuelle Welt durch Viren, Trojaner und anderen Hackerkram aus dem Lot bringen zu wollen finde ich eigentlich schon fast vorhersagbar und daher uninteressant. JEDES erfolgreiches Online-Unternehmen wird aufs Korn genommen, Namen sind hier überflüssig. Solche Art von Terrorismus würde ich aber der realen Welt zurechnen.

    Was mich aber, und da war die Meldung der ARD der Auslöser, wirklich interessiert ist, ob es nicht falsch ist, eine virtuelle Welt zu schaffen, in der nur, sagen wir mal, Disneytaugliches läuft. Was brauchen die Schweden dort eine Vertretung? Die ist meiner Meinung nach der Welt vorbehalten, in der es auch Probleme gibt. Und die scheinen dort zensiert und verboten zu sein.

    Nun habe ich hier wieder eine Wissenslücke, die mich nur mutmasen läßt.

    Will Second Life die Realität abbilden? Wenn ja, dann fehlt so einiges, was im Zusammenleben von Menschen nunmal vorkommt. Botschaften wären dann zwingen notwendig.

    Wenn Second Life nur ein Entertainment-Tool sein will, dann hat sich meine Fragerei sowieso erübrigt, denn wenn es gefällt, dann hat es seinen Zweck erreicht. Dann haben die Schweden halt nur eine weitere Webpräsenz im 3D-Teil des Netzes, so wie sie halt auch eine Präsenz im 2D-Teil haben. Wobei der Anspruch hier durch “Gebäude und Angestellte” schon meiner Meinung nach höher ist und vorgibt, es sei mehr möglich, als bei der 2D-Broschüre im http://WWW. Nur die Schattenseiten hat man künstlich verschwiegen und daher eleminiert.

    Regierungen lieben das bestimmt, wenn das Volk auf sowas steht. Die Kriesengebiete der Erde würden nicht existieren. Aber diese Kritik gilt auch jeder anderen seichten Unterhaltung in Form von Radio, TV und Druckwerk.

    (…)

    Mhhh, ich muss mal meine Einstellung zur Unterhaltungsindustrie insgesamt überdenken! :)

  4. equinox said,

    January 31, 2007 @ 11.35

    Ich möchte Dir da zustimmen. Wenn der Anspruch von Linden Labs ist, eine zweite Realität zu schaffen und eben kein Spiel zu sein (jedenfalls suggeriert das der Name Second Life) dann macht es auch Sinn die unangenehmen Dinge des First Life nicht auszuklammern. Wäre es nicht interessant diese negativen Aspekte des First Life teilweise auch im Second Life abzubilden? Ein Leben ohne jedes Risiko ist doch auf Dauer eher eintönig, als spannend. Der mögliche virtuelle Tod eines Avatars ist durchaus reizvoll. Ich habe früher schon bedauert, dass es auf einmal nicht mehr möglich war mit seinem Helden in Adventure Spielen wie. z.B. Monkey Island oder Sierra-Games zu sterben. Langweiling. Es kann nichts passieren, egal wie absurd die Aktion auch sein mochte. Das hat für mich persönlich den Spielspass eingeschränkt. Und nein, Second Life ist kein Spiel, ich weiss…

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