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Archive for March, 2007

Pole - Steingarten

Gestern bei Durchstöbern der eMusic-Neuigkeiten der letzten Tage auf das neue Pole-Album gestoßen. Dem Anschein nach ist der defekte Waldorf-Pole-Filter vergangener Jahre nun endgültig auf dem Instrumenten-Friedhof gelandet, was aber auch dringend nötig war. Ein viertes Album mit Gezische und Geblubber eines defekten Instrumentes als Thema ist dann doch genug. Sicher, es klang organisch und warm aber nach Enthüllung des Lieferanten dieser Lebendigkeit fand ich die Alben nur noch halb so interessant. Nun also hat Stephan Bethke Steingarten auf scape veröffentlicht und es klingt immer noch nach zerplatzenden Blasen und plötzlich berstenden Überdruckventilen doch nicht mehr so minimalistisch wie früher. Das bestätigt auch das gelungene Cover, welches nun nicht mehr unifarben daherkommt. Ob sich mein eher durchwachsender Eindruck beim zweiten und dritten Durchhören verfestigt da bin ich mir nicht sicher.

Meine Wertung: 7/10

Pole - Steingarten (komplettes Album gestreamed)

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Psychowetter

Mutter, überall Blut Schnee!

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dubstep update

The night is so successful,they’ve started DMZ Leeds in conjunction with Sub Dub,running off the mighty Iration Steppas soundsystem (so powerful the bass once made bits of the roof fall onto the decks).

Martin Clark im Dummy Mag

Martin Clark, Souljah von blackdown hat einen lesenswerten Artikel in der Spring 2007-Ausgabe des Dummy-Magazins über die Süd-Londonder Dubstep-Szene geschrieben aber auch hierzulande nehmen sich die etablierten Printmedien eine Seite Zeit um das Phänomen dubstep zu verstehen. Zuletzt Jens Balzer in der Berliner Zeitung.

“In jedem Fall”, sagt Maxximus, “ist das Publikum älter: Dubstep wird viel von Leuten gehört, die vor zehn Jahren vielleicht mit Drum’n'Bass und Minimal Techno großgeworden sind und die dann den Kontakt zu der Szene verloren haben, als Drum’n'Bass immer schneller und stumpfer wurde und Minimal immer lebloser. Bei Dubstep herrscht zwar auch der Gedanke der Reduktion, aber die Musik ist zugleich majestätisch, erhaben.”

Jens Balzer in der Berliner Zeitung

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dubstep addicted

Da stehe ich im Gewölbe, umklammere mit einer Hand eine Flasche Bier und bin bereit mit der anderen mein Hoodie jederzeit hinter dem Rücken wie ein Schwert zu ziehen um damit mein Gesicht zu verfinstern. Die Bässe blasen mir ins Gesicht, rauben mir die Luft und die Kleidung beginnt durch den Tiefschalldruck zu schwingen als wolle sie mich dazu animieren mich zu bewegen. Der Boden zittert, dabei ist er doch massiv und aus Beton gegossen. Adrenalin schiesst in meine Adern, lässt mein Herz schneller schlagen, meine Atmung abflachen und jedes Haar an meinem Körper aufrichten. Ich schaue in die Gesichter meiner Weggefährten für einen Abend. Ich erkenne sie, denn wir teilten schon lange diesen Pfad. Unsere Blicke treffen sich und wir kommunizieren nonverbal über das uns umfliessende Bassgewitter. Nur ein Blick, nur eine stilles Lächeln auf den Lippen und ich erkenne, dass wir das Gleiche empfinden. Dann greift meine Hand hinter meinen Kopf, ganz langsam, wie in slow-motion verdunkle ich meine Sicht und ziehe meine schärfste Waffe.

Orientierungslos.

Pitch black.

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Portishead 2007

Meine Helden aus den 90ern haben sich zu einem geheimen Gig getroffen um wandering star und hoffentlich noch viel mehr zu spielen. Portishead sind nicht defunct! Das Gequatsche der Besucher verstummt sobald Beth Gibbons ihre verletzliche Stimme in das Mikro haucht, bemerkt ein Kommentar.

Das lässt auf neues Material hoffen, welches wohl dort schon gespielt wurde.
Auch nach über eine Dekade hat der Song seine Intensität nicht verloren.

Gänsehaut.

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Bedrohungen aus dem Inneren

Wenn ich nicht schon so müde und abgestumpft wäre und wenn ich nicht schon lange den Glauben in unsere Politiker verloren hätte, dann würde ich mir hier die Finger blutig tippen wie dummdreist unsere Volksvertreter sind. Das ist aber gar nicht nötig, denn sie gestehen Ihre Unwissenheit ungeniert. Solche Aussagen können ruhig unkommentiert wiederholt werden:

taz: Herr Schäuble, sind Sie der ranghöchste Hacker Deutschlands?

Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.

Nicht, dass der Herr Minister des Inneren wissen müsste wie man fremde Computer knackt, aber bei einem sensiblen Thema wie dem staatlich legitimierten Hacken erwarte ich doch ein Fünckchen Sachverstand.

Das allerdings lässt mich schon aus meiner derzeitigen Lethargie erwachen:

taz: Gegen die ebenfalls geplante Vorratsspeicherung aller Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten wollen 10.000 Menschen Verfassungsbeschwerde einlegen. Stimmt Sie das nicht nachdenklich?

Wolfgang Schäuble: So etwas regt mich nicht mehr auf.

Ignorantes ?$&!&§% denke ich mir, würde das aber natürlich niemals öffentlich sagen, denn das wäre ja eine Beleidigung. Ich würde es in Zukunft sogar noch nichtmal in mein Tagebuch schreiben, denn wenn ich eines hätte, wäre ich automatisch sofort ein potentieller Terrorist. Der Herr Schäuble weiss schon verdammt bescheid wie die Terroristen arbeiten…

I feel much safer now.

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you know why i love you…

my love...

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Roboterfeind III

Alle Jahre wieder treibt die Wissenschaft den Irrsinn voran. Und nur heisst es dieses Jahr “Urban Challenge”:

Weil die Army nicht nur den Wüstenkrieg, sondern auch den Häuserkampf ausfechten muss und schon ab 2015 jedes dritte Kampffahrzeug der Amerikaner ohne Fahrer auskommen soll, bitten die Militärs nun zu einer “Urban Challenge” in bewohnten Gebieten und fließendem Verkehr.

Quelle: spiegel.de

Es wird Zeit, diese Typen in die Steinzeit zurückzubo… befördern. Aber man bleibt ja lieber unter sich:

Niemand wird am Morgen des 3. November beim Brötchenholen auf einen rasenden Roboter treffen. Denn gefahren wird nicht in Los Angeles, San Francisco oder Atlanta, sondern in einer simulierten Kleinstadt auf einem militärischen Übungsgelände. Unerwartete Begegnungen sollten damit ausgeschlossen sein.

Quelle: spiegel.de

Bleibt mir nur wieder zu sagen:

Und ich sehe schon diesen mich über sieben Kontinete durch Feld, Wald und Stadt aufspührenden, meinen Fallen immer wieder wenn auch ramponiert entkommenden, sechsbeinigen Gummiketten bewehrten, lautlosen unter der Zimmerdecke hängenden, mit Einbruchswerkzeugen ausgerüsteten und per Infrarot, Ultraschall, Echolot und Radar navigierenden Mechanoiden mir in meinem nächtlichen Bett den Puls per Laser messen um mir dann, als Roboterfeind aus dem Jahr 2006 indentifiziert, entweder eine nicht nachweisbare letale Injektion in die Aorta oder ein Magazin 44er hülsenlose Munition aus seiner schallgedämpften Minikanone mitten ins Gesicht zu verabreichen, der Abschreckung halber.

Quelle: Prophezeiungen

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