dubstep update
The night is so successful,they’ve started DMZ Leeds in conjunction with Sub Dub,running off the mighty Iration Steppas soundsystem (so powerful the bass once made bits of the roof fall onto the decks).
Martin Clark im Dummy Mag
Martin Clark, Souljah von blackdown hat einen lesenswerten Artikel in der Spring 2007-Ausgabe des Dummy-Magazins über die Süd-Londonder Dubstep-Szene geschrieben aber auch hierzulande nehmen sich die etablierten Printmedien eine Seite Zeit um das Phänomen dubstep zu verstehen. Zuletzt Jens Balzer in der Berliner Zeitung.
“In jedem Fall”, sagt Maxximus, “ist das Publikum älter: Dubstep wird viel von Leuten gehört, die vor zehn Jahren vielleicht mit Drum’n'Bass und Minimal Techno großgeworden sind und die dann den Kontakt zu der Szene verloren haben, als Drum’n'Bass immer schneller und stumpfer wurde und Minimal immer lebloser. Bei Dubstep herrscht zwar auch der Gedanke der Reduktion, aber die Musik ist zugleich majestätisch, erhaben.”
Jens Balzer in der Berliner Zeitung
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p0yntz said,
March 19, 2007 @ 06.45
Ist schon komisch, eigentlich spielt sich das fast alles vor meiner Haustür ab - Köln und Düsseldorf sind nun mal nicht wirklich weit weg. Und der Abend in Düsseldorf war riegsig - seitdem SUB FM fester Bestandteil meiner ITunes Bibliothek.
Auch war das Gefühl wieder da, eine Zeitreise von 10 Jahren in zehn Sekunden und daher kann ich auch nur für das gute Zitat oben danken, denn es trifft einges, was an dem Abend stattfand und geht noch ein Stück weiter. Dubstep ist wirklich was für uns “alte Säcke”, ich brauchte es ja auch erst live, bevor ich es verstanden hatte. Kaum was für “junge Hüper”.
Aber es gibt da in meinem Leben nun eine andere Liebe, die mich am Tageslicht hällt und mir den Eintritt in die Nacht verwehrt. Es ist so ein bisschen wie mit einer zu Unrecht gescheiterten Beziehung - man könnte vielleicht immer noch zueinanderfinden, gäbe es da nicht die neue, nun stärkere Beziehung, die diesen Gedanken schon im Ansatz zunichte machte.
Mein Körper gibt nun einmal nur Platz für einen Muskelkater und ein Ermüdungsgefühl her und ich habe nur einmal acht Stunden, die ich wöchentlich leben kann. Ich muss mich entscheiden.
Ausserdem ist es zugunsten eines anderen “Tanzes”, anderer Menschen, anderer Bewegung und anderer Musik. Es ist daher nicht so, dass ich tatsächlich Dubstep opfere, sondern dass ich mein Opfer in Form von Zeit und übersäuerter Muskeln nur einmal bringen kann. Und ich muss meiner neuen Liebe opfern, denn sie ist für mich mindestens genau so stark, wie meine alte.
Ich M U S S weiter Fechten. Ich kann nicht mehr anders.
Und trotzdem lese ich hier sehr gern über Dubstep, die Gefühle und die Feiernden. Auch wenn ich nicht mehr dabeisein … kann?
equinox said,
March 19, 2007 @ 11.07
Ich verstehe was Du sagen willst. Es gibt eigentlich nur Raum für eine große Leidenschaft! Eine Mätresse würde die erste Liebe womöglich entzweien. Es ist diese Einstellung, die Du hast, die die Aufrichtigkeit und Intensität erkennen lässt. Wir reden hier über großen Enthusiasmus über Aufbruchstimmung. Den verspüre auch ich und bin überglücklich über die Berauschung, die Frische. Wie heisst es bei motörhead. it feels good to feel again.
Und ja, das Zitat trifft es. Andere treffen es ebenfalls. Was kann man aus dem Verfall der DnB-Szene lernen und bei Dubstep besser machen:
But then (most) DnB got stale. Formulaic. Conservative. Predictable. Experimentation became scorned…and quite a few of us lost interest.
jemand anders:
I think dnb was ruined when it was pushed to its extremes - it was all about who was harder and faster, and suprisingly all the energy was lost.
und noch ein anderer:
however, there’s a lot of fear and conjecture inside the (dubstep) scene at the moment what with all the hype, i’m sure Dubstep Warz on radio one is mostly responsible - mans are afraid that the scene might go sour and stagnate with its new-found attention.
Wenn ich mir den output an neuen dubstep-Platten anschaue bin ich allerdings zuversichtlich dass der Zenith noch lange nicht erreicht ist. Die wöchentlichen Releases lassen sich an einer Hand abzählen. Immer noch fresh!