“Weil eine Festplatte immer das Gleiche wiegt - egal ob 100, 1.000 oder 10.000 Musikdateien darauf gespeichert sind -, geht schleichend das Gefühl für den Wert von Musik verloren”, sagt Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände, anlässlich des Tages des geistigen Eigentums.
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Ich will mal garnicht auf den dann noch folgenden Teil eingehen. Und auch gewisse, mir merkwürdig erscheinende Thesen unkommentiert lassen.
Aber ich möchte dieses Zitat als Aufhänger nutzen und die These aufstellen, dass der Tonträger ansich (egal ob nun HDD, CD, MC oder Vinyl) die Musik schon wertlos macht - nämlich in dem er sie zum immer konsumierbaren Produkt macht und sie sich dadurch vom Künstler gelöst hat und zur Handelsware geworden ist.
Wirkliche “Musik” kann man nur vom Künstler direkt vorgetragen bekommen - und dann ist es komplett egal, woher der Klang kommt. Von mir aus auch aus dem quäkigen Brüllmodulator eines Handtelefons.
HDD, CD, MC oder Vinyl sind nicht Kunst, sie sind ein Datenträger in einem Distributionskanal und damit Ende. Kunst liefert nur der Künstler, leblose Presswerke liefern Handelsware.
Nachtrag:
Wenn uns dieses leblose Erzeugnis reicht, dann sind wir Konsumenten an diesem Problem ebenso schuld wie an allen anderen verdorbenen Waren auch.
Besucht mehr Live-Veranstalungen, hört weniger Tonträger gleich welcher Art und fördert so echte Kunst. Das trifft auch auf Radio, TV und Streams zu. Massendistribution bringt solche Stilblüten wie das Zitat oben zu Tage. Da muss sich niemand wundern.