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epo - wie poe - wie das verräterische herz

ich gestehe noch nie verbotene leistungssteigernde substanzen zu mir genommen zu haben. ganz ehrlich. aber jetzt wirklich. ich habe auch noch nie drüber nachgedacht, nur geträumt habe ich davon. einmal ein held zu sein, der von allen geliebt wird, den alle als freund haben wollen und den jeder mit namen kennt. überwältigt von dem ruhm und von den journalisten, die mich fragen wie ich mich im moment des triumphs gefühlt habe, besoffen von mir selbst habe ich dann meine phrasen abgespult und manisch in die kameras gelächelt, die im close-up nur meine augenpartie einrahmen. ob ich denn auch immer an mich selbst geglaubt hätte - auch in schwierigen situation - wollten sie dann wissen.

dann bin ich plötzlich schweissgebadet aufgewacht, bin noch etwas schlaftrunken in die küche geschlurft, habe das weisse päckchen aus dem obstfach genommen, die verpackung entfernt und eine frisch kanüle auf die mit epo gefüllten spritze geschraubt. mit dem zeigefinger, wie ein junke habe ich dann gegen den zylinder geschnipst, damit sich die luftblasen lösen. mich auf den küchenstuhl gekauert, die spritze in das tatoo gestochen, damit meine familie davon nichts erfährt, den kolben dann ganz langsam heruntergedrückt und mich selbst entwürdigt.

ich war wach. das alles für einen traum.

1 Comment »

  1. Lennard said,

    May 25, 2007 @ 01.31

    Der Titel gefällt mir! :-)

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