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Wo und was ich nicht mehr kaufen werde.

Das zeigt mir heute eine Zeitungsbeilage in Bochum. Sowas ist Zynismus übelster Sorte.

Wie kann man den eigenen, quasi grade entlassenen Angestellten so eine Werbung präsentieren? Erwartet Nokia tatsächlich, dass jetzt die ehemaligen Kollegen Mobiltelefonverträge abschlissen?

Was soll ich dazu sagen? Was?

2 Comments »

  1. equinox said,

    January 18, 2008 @ 14.38

    tja, was soll man sagen. ich befürchte ich kann nichts kluges dazu sagen. systemkritik ist sowieso immer belächelnswert, wäre aber doch der richtige ansatz. soll ich jetzt mein nokia eintauschen wie unsere populistischen volksvertreter? dann kauf ich ein iphone mit menschenrechtsverletzungen in china… hmm ist das besser? oder ich kauf nen benq (gibts die noch?) und hab das gleiche in grün. egal was ich kaufe, es klebt überall blut drann.

  2. p0yntz said,

    January 18, 2008 @ 15.27

    Och, ich glaube schon, das man was machen kann. Aber es hat etwas damit zu tun, dass man sich ändern muss. Nicht sofort und in allen Punkten, aber doch stetig.

    Was super klappt, ist, dass man Dinge abstellt, die einen selber stören. Mich z.B. hat es unheimlich aufgeregt, dass ich viel zu viel Auto gefahren bin, Fast Food gegessen habe und permanent per Mobiltelefon erreichbar war. Alles Produkte von Industrien, die meiner Meinung nach berechtigter Weise unter Verdacht stehen, siehe z.B. auch oben.

    Also keinen Wagen mehr gekauft, als der letzte von mir gegangen wurde und die unsägliche Fresserei am Wegesrand eingestellt. Dazu kein Handtelefon mehr.

    Folgen:
    - Dreimal solange Anfahrtszeit zur Arbeit (1,5 std. eine Strecke)
    - Schmachtattacken und durchhungerte Mittagspausen
    - Panikattacken z.B. bei Verspätungen

    In dieser Zeit der Katharsis fühlt man sich von den Umständen zu einem Leben genötigt, das man nicht leiden kann. Aber dann, dann auf einmal liest man täglich drei Stunden im Zug gute Bücher und kocht zu Hause vor - und hat etwas entdeckt, was man nicht mehr aufgeben will! Und man wird gelassen, denn man hat seine Termine so gut geplant, dass man ohne Nachtelefonierei ans Ziel kommt.

    Ich wette, dass jeder Mensch sowas ohne grosse Probleme machen kann. Vielleicht beim Sport (Joggen statt Segelflug), in der Küche (Fleisch vom lokalen Metzger und nicht von der Kette) oder zur Entspannung (VHS statt TV).

    Weh tut’s aber garantiert immer…

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