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Archive for life

Mut zum Mittelmaß

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a perfect day in the year 2017

das erwachen

es ist noch früh und es klingelt kein wecker, denn ich brauche keinen mehr. ich werde vom sonnenlicht geweckt damit mein natürlicher rhytmus nicht gestört wird, denn zu lange habe ich mich dem diktat der atomuhren gebeugt und habe auf die milliardste sekunde genau jeden tag zur gleichen zeit erschrocken die augen aufgerissen und bin aus dem bett gestiegen. neben mir liegt meine frau und sie schläft noch fest. ich verspüre keinerlei schmerzen und schleiche verstohlen aus dem schlafzimmer, doch zu verbergen habe ich nichts. aufwachen soll sie nur nicht, denn zu süß wie sie so fest schläft, den mund leicht geöffnet, die beine zum bauch angezogen, die hände schützend vor dem zarten gesicht. dieser anblick muss mir unweigerlich ein unschuldiges “mein mädchen”-gefühl entlocken welches sich von der magengegend leicht kribbelnd nach oben schleicht. ganz sanft und nahezu geräuschlos schliesse ich die tür und warte einen moment um auch ganz sicher zu sein, dass das ächzen des alten holzfussbodens nicht doch den schlaf gestört haben könnte. das sonnenlicht fällt flach in den flur und meine nackten füsse folgen der unsichtbaren spur des erwärmten holzes in das kinderzimmer. genauso leise öffne ich die tür wie ich sie zuvor behutsam geschlossen habe. nur einen spalt breit um mich zu vergewissern wie friedsam der anbruch eines neuen tages sein kann. zufriedenheit macht sich in meinem gesicht bemerkbar, doch mein lächeln bleibt unentdeckt. wie wertvoll, wie ehrlich. ein lächeln ohne eine reaktion zu erwarten, ohne etwas damit erreichen zu wollen. einfach ein lächeln was bedingungslos und bescheiden daherkommt. nicht einmal ich selbst bemerke es.

fortsetzung folgt…

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note to myself


großartige dinge nicht nur multiplizieren sondern auch selber nutzen. von nun an jeden tag zum einschlafen one.img one.mp3 als trauminspiration verwenden.

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terrorismus in second life

breaking news: eine der, nach eigenen aussagen, wichtigsten inseln in second life ist durch einen hackerangriff nahezu völlig zerstört worden. die abc insel des gleichnamingen amerikanischen australischen fernsehsenders wurde durch eine cyberbombe dem erdboden gleich gemacht. es ist nur noch ein tiefer krater zu sehen wo vorher ein music-club und andere diverse abc-einrichtungen zu nutzen waren. berichte über tote oder verletze gibt es bislang nicht. soweit die boulevardesque schlagzeile.

It looks like we’ve had some enormous cyber-bomb set off on our site. Somebody has nuked us in some way, shape or form, and they’ve obliterated almost every object on the site.

einer unbekannten hackergruppe ist es allerdings wohl tatsächlich gelungen die insel zu verändern und nahezu alle objekte zu entfernen. linden labs hat mittlerweile, etwas verspätet, die insel wieder restauriert.

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sich selbst zu schade

Am Wochenende bei einer Hochzeit wieder bemerkt, dass die gezielten beiläufigen Erwähnungen vom eigenen Haus und Garten alter Schulkameraden nicht mehr dazu taugen um mich zu beeindrucken. Festgestellt, dass Komplettverweigerung auch ein Weg sein kann sich selbst zu genügen. ich schreib jetzt nur noch klein.

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one.image one.mp3

Mehr braucht es nicht für eine Inspiration. Ein Bild und dazu ein Song. Jeden Tag neu. Großartig.

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Sätze, die verletzen können

Ich finde, Du solltest endlich mal Deine Abiturientenhaltung ablegen…

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denn für unser Selbstmitleid haben sie keine Zeit

Ich habe es Dir doch gesagt, zischt mir mein Gewissen entgegen und zieht dabei eine hässliche Fratze.

Es hätte aber auch gereicht wie Nelson aus den Simpsons mit dem Finger auf mich zu zeigen und schadenfreudig „Ha ha“ zu raunzen um mir klar zu machen, dass ich mich wieder mal falsch entschieden habe, denke ich.

Wozu all die schlaflosen Nächte, wozu die vielen Gedanken, die an mir gezehrt haben und mich haben krank aussehen lassen? Wozu die vielen Emotionsschwankungen, wozu die Verunsicherung von mir selbst und meiner Umwelt? Wozu die Verweigerung der Nahrungsaufnahme und der Verzicht auf Lebensfreude?

Die Strapaze soll für nichts gut gewesen sein? Nein, ich habe es mir nicht leicht gemacht und das Gefühl ist immer noch nicht gewichen. Das Gefühl einen großen Fehler begangen zu haben lauert mir auf und schlägt launenhaft in unvorhersehbaren Momenten zu um mich zu demütigen. Doch bin ich viel zu geschwächt um mich zu wehren. So lasse ich es zu, dass ich in Selbstmitleid verfalle und ich ertappe mich dabei diese Momente auszukosten.

Aber der Herr Leary hat mir gesagt, ich könnte ruhig so bleiben.

Was weiss der denn schon?!

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Lebenslauf

When i started shooting bankrupt offices i found it to be more archaeology than photography. Everywhere i went i found signs of life, interrupted.

Mr. Toledano hat Fotos von den Überbleibsel einiger Büros insolventer Unternehmen geschossen. Every picture tells a story. Aber sowas von…

via

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Sünde

Ist das eigentlich gesund über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten im Dunklen die Wohnung zu verlassen, dann bei Kunstlicht den Tag zu verbringen um danach wieder im Dunklen nach Hause zu gehen?

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