Menschen, die älter als Mitte 30 sind, neigen zu einer gewissen Bitterkeit: So sehr man die Füße auch in Chucks und Sambas quetscht und die Kapuze seines Pullovers wie ein Jugendbanner hinterm Kopf trägt, der Spaß ist vorbei, die 40 naht, wer’s jetzt noch nicht geschafft hat mit Job, Familie und Freunden fürs Leben, der reißt auch nichts mehr. […]
Andreas Borcholte im Spiegel
vs.
[…] Feste Beziehungen, Ehe und Kinder lassen den einst großen Haufen schrumpfen, Prioritäten werden anders gesetzt, es bilden sich kleinere enge Freundeskreise. Muss man aber deshalb als 30something auch am Wochenende den Sargdeckel über sich zuziehen? Muss der Freitag so aussehen, dass man, british-like, nach Feierabend (17 Uhr) sein Feierabend- und Wochenendbier zusichnimmt, um dann um 21 Uhr auf dem Sofa zu hocken? Muss man sich so für den sogenannten Höhepunkt des Wochenendes aufsparen, den Heim- und Auswärtspielen des ortsansässigen Vereins, in dem man sich ab 13 Uhr trifft und um 18 Uhr bereits knülle ist? Nein, muss man nicht. Ich finde es eher armselig. Die Quintessenz ist, dass ich am Wochenende, wenn sich keiner mehr findet, häufiger alleine durch die Clubs ziehe. Dort finde ich dann auch meist einige alte Freunde des “Wild Bunch” wieder.
Bateman von Reservoir Blogs
Wir werden uns dann bald mal in irgendeinem Club treffen, Bateman! Wenn wir uns nicht schon längst begegnet sind!