Berater-Berater
Darf ich das nächste mal das Vögelchen sein, dass den alten Säcken Plattenbossen den Frühling ins Ohr flüstert? Erst EMI und nun SonyBMG. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer Klimawandel!
Darf ich das nächste mal das Vögelchen sein, dass den alten Säcken Plattenbossen den Frühling ins Ohr flüstert? Erst EMI und nun SonyBMG. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer Klimawandel!
In dieser postgeografischen Instrumentalmusik übernimmt der Bass eine narrative Funktion: Plastisch schwellt er an und ab, wobbelt als perkussives Element durch die spartanisch arrangierten Tracks und ersetzt dabei Worte wie auch die Schnelligkeit als antreibenden Motor. Der physische Angriff seines majestätischen Einschlags versetzt die Crowd auf der molekularen Ebene direkt in Bewegung. Schleppend folgt die Kick auf die Snare - eine Ewigkeit für Clubmusikverhältnisse vergeht zwischen den Ereignissen. Die Technik des Weglassens ist der Dub-Ästhetik der Siebziger entliehen. So entsteht das Gefühl der Weite und Losgelöstheit - oder das, was der Dubstep-Produzent Burial den “thousand yard stare” nennt. In die luftige Leerstelle treten düstere Industrial-Sounds oder mystische Reggae-Roots-Akzente. Nicht zuletzt befreit sich in dem unbesetzten Terrain auch der tanzende Körper. Bleibt ihm im Techno nur Zeit zum gleichgeschalteten Marsch durch die Nacht, kann er sich bei Dubstep im Halftime-Groove wiegen oder zu den niederprasselnden Hihats auf doppelter Geschwindigkeit tänzeln.
Uh-Young Kim in der taz über die Entschleunigung in der Popmusik.
Herr Uh-Young Kim, ganz großartig wie Sie das formulieren können.
I can hear the 9 samurai sneaking behind my back just by reading this…
I don’t know what dubstep means as a word, cause this music was around for years without a name. Just the clubs and labels and producers, pirates. When dubstep as a word feels wrong or gets fucked over, then it will just keep its head down and rise again as something new. It’s always been here in some way.
Burial in einem lesenswerten Artikel
Nun frage ich mich selbst, ob ich durch spreading the word nicht gerade wieder zu einer Degeneration der Szene beitrage und damit das was ich liebe mir selbst zerstöre. Egal wieviele das hier lesen, es führt doch unweigerlich wieder zu einer Überhöhung, einem Trend und danach zur Ausschlachtung mit anschließendem Fall einer Szene. Das ist tragisch aber nüchtern betrachtet der normale Zyklus einer jeden neuartigen Stilrichtung, doch wer will Musik schon mit dem Kopf verstehen? (außer kopfhörer, natürlich) Andererseits entsteht dadurch wieder etwas Neues und bringt das System nach vorne.
Der einzige Trost der mir bleibt ist, dass Sub-Bässe im Auto nicht funktionieren!?
…Egoismus, eindeutig…
Nun kann das Jahr sich nicht mehr wehren und ich darf ungestraft die beiden schwergewichtigsten Wörter 2006 aus der Pop-O-Sphäre nennen. Die Wörter der Jahres, quasi.
Die Spatzen pfeiffen es von den Dächern, der eine mit Strohhut und der andere unter einem Hoodie die Augen verdunkelt doch beide singen sich gegenseitig ein Lied. Ein Lied von einer langen und beschwerlichen Reise mit unzähligen Unwägbarkeiten und wie sie so tirillieren und sich Geschichten erzählen bemerken sie, dass sie gemeinsame Vorfahren haben und nach einiger Zeit erschallen ihre Stimmen im Duett. Doch hoch droben über den Dächern der Stadt vermag es kein Mensch zu vernehmen und so fliegen sie weiter in die große Stadt. Immer den Hochspannungsleitungen entlang…
Das Thema Second Life ist durch für mich. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder versucht mich mit diesem virtuellen zweiten Leben anzufreunden - vor allem weil ich durchaus Affinitäten zu virtuellen Landschaften habe und ich mich in Anarchy-Online oder Word of Warcraft wohl gefühlt habe - aber durch die schlechte technische Umsetzung dieser Second-Life-Welt habe ich nie einen echten Zugang gefunden. Ich verfolge Aufmerksam die Entwicklung von Second Life bei Markus Breuer und komme nun immer mehr zu der Erkenntnis, dass Second Life jeden Tag immer uninteressanter wird. Nicht für die Konzerne und Investoren aber für mich als Benutzer. Es vergeht kein Tag an dem nicht eine neue Firma in Second Life Einzug hält und ich frage mich bei jedem neuen virtuellen Palast, der dort errichtet wird nach dem Nutzen für mich als potentieller Bewohner. Wozu die virtuellen Adidas-Schuhe, wozu die Toyota-Automobile, wozu die mittlerweile unzähligen virtuellen Headquarters der Konzerne?
Jetzt wo der Springer-Verlag gewissermaßen in Second Life vertreten ist und plant eine Bild-Zeitung über das Geschehen in Second Life herauszugeben, jetzt wo Big-Brother einen Container dort aufstellt ist Second Life für mich erst recht kein Thema mehr. Uninteressant. Der Bogen wurde überspannt und er wird in Zukunft wahrscheinlich noch sehr viel mehr strapaziert werden.
Dumpfe TV-Shows habe ich schon im realen Leben und mit Werbung werde ich auch schon im Web 1.0 und Web 2.0 belästigt. Da brauche ich keinen Web 3.0 Layer als Überschicht damit die Werbebotschaften der Konzerne mich penetrieren können. Wozu das reale Leben in einer virtuellen Welt abbilden? Liegt der Reiz einer virtuellen Welt nicht auch darin begründet, dass sie sich von der Realität unterscheidet?
Es wird Zeit, dass die Blase 2.0 mal wieder zum Platzen kommt und zu einer erneuten Bereinigung führt. Die damals beteiligten Konzerne wissen noch allzu gut, wie schnell die Euphorie in Katzenjammer umschlagen kann und betrachten das Geschehen diesmal mit einigem Abstand. Allerdings sind die Investitionen - um in Second Life Fuß zu fassen - dermaßen gering, dass eine weitere Zunahme von Aktivitäten dieser Art zu befürchten ist. Schade drum. Vielleicht macht es die Konkurrenz besser.
Eine Schande, dass ich The Gossip vorher noch nicht kannte, aber Standing in the way of control hat bei mir sowas von eingeschlagen. Aber sowas von…
Noch nie so schnell habe ich meine Kreditkarte gezückt. Also Herr Renner, MotorTV hat sich bei mir schon gelohnt. Kaum gehört und schon eingekauft und das nach Jahren voller Enthaltsamkeit, was Musikkäufe angeht. Ist aber auch auf Lado erschienen, da kann man sowas schon mal machen und zum Streikbrecher werden.
Also, wenn diese Videos nicht rocken…
Ach ja, erwähnt ich schon, dass der grossartige LADO-Ferienrabatt bis zum 31. Oktober verlängert wurde? Alle Artikel aus dem LADO-Shop zum halben Preis.
Ich habe sie immer geliebt, ich war und bin immer wieder gefesselt und trauere um meinen verpassten Einstieg in die Szene, obwohl ich nie die Chance hatte, ein Teil zu werden. Und wenn ich sie heute sehe, dann wünschte ich, es wäre nochmal so wie damals, an den wenigen Abenden, die ich teilhaben durfte.
An der Gothic-Szene.
So berühren mich die Pfingsttreffen, die Foren und Photos im Internet, die wenigen CDs, die ich noch mitbekomme und die Stimmung unter dem dunklen Völkchen ungemein und ich fühle mich ihnen so verbunden. Ich weis nicht, woher das kommt. Vielleicht weil mich die Vergangenheit schon immer mehr interessiert hat als die Gegenwart und Gothic für mich irgendwie ein romantische Bindeglied dahin ist?
Und so lese ich mit Entsetzten, dass jemand Anstalten macht, die Szene mit Alltäglichkeit zu vermengen und zu vermarkten.
Bisher ließen vor allem jugendliche “Grufties” mit ihrem gruseligen Aussehen ihre Eltern erschauern. Doch bald könnten erwachsene Frauen ihrem Umkreis eine ähnliche Art von “Geisterstunde” zumuten, zumindest wenn sie modebegeistert sind.
Quelle: gmx.de
Ich wünsche den Desingern den größtmöglichen Misserfolg, mögen den Machern der Kampagnen Die Zähne Ausfallen Und Die Anbieter Dieser Ware Sich AN IHREN EIGENEN EINGEWEIDEN E R H Ä N G E N ! ! !
Ich hasse es, wenn Träume sterben.
Ach ja, der neuste shit heisst jetzt dubstep. Nein, auch schon vor der aktuellsten Ausgabe der de-bug. Man darf sich wieder Fürchten auf der Tanzfläche. Wer hätte das gedacht?
Tracklist:
1. Kode 9 ‘Ghost Town’ dubplate
2. Burial ‘Distant Lights’ dubplate
3. Blackdown ‘Crackle Blues’ dubplate
4. Dusk + Blackdown ‘Submerge’ Keysound Recordings 12�
5. Burial ‘You Hurt Me (version)’ dubplate
6. Dusk + Blackdown ‘Mantis VIP’ dubplate
7. Blackdown ‘Mantis VI3’ dubplate
8. Digital Mystikz ‘People Unite’ dubplate
9. Blackdown ‘Lata’ dubplate
10. Blackdown ‘The Danger Line’ dubplate
11. Skream v Distance ‘Political Warfare’ dubplate
12. Skream ‘Deep Concentration’ dubplate
13. Blackdown ‘ZGK’ dubplate
14. Dusk ‘Mantis (Blackdown remix)’ dubplate
15. Sizzla ‘Obstacles (Blackdown refix)’ dubplate
16. Digital Mystikz ‘Forgive’ dubplate
17. Newham Generals ‘Mic Centre’ dubplate