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Archive for Wirtschaft

Berater-Berater

Darf ich das nächste mal das Vögelchen sein, dass den alten Säcken Plattenbossen den Frühling ins Ohr flüstert? Erst EMI und nun SonyBMG. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer Klimawandel!

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lux, poly

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Verbindungsdaten

“Die T-Com wird ihre Praxis zur Speicherung von IP-Adressen dahingehend ändern, dass IP-Adressen künftig statt 80 Tage nur noch sieben Tage gespeichert werden”, wird der T-Com-Sprecher zitiert. Hintergrund ist ein Gerichtsverfahren, in dem sich ein T-Online-Kunde gegen seinen Provider mit der Ansicht durchsetzte, bei einem per Flatrate surfenden Nutzer sei die Speicherung von Verbindungsdaten und IP-Adressen zur Rechnungsstellung nicht nur überflüssig, sondern sogar rechtswidrig.

via Spiegel Online

Ach was? Die T-Com speichert in Zukunft die IP-Adressen Ihrer Kunden nicht mehr 80, sondern nur noch 7 Tage lang. Als ob man sich dadurch gesetzeskonfomer verhalten würde. Ein bisschen schwanger…, lassen wir das.

Hintergrund ist nicht das abgschlossene Gerichtsverfahren eines bestimmten T-Online Users der vor dem BGH durchsetzte, dass die Speicherung von Verbindungsdaten zu Rechnungszwecken bei Flatrates unzulässig sind, sondern eher ein Überlastungsproblem seitens T-Com, wie heise in Erfahrung gebracht haben will.

Ich vermute, dass der Provider wegen Anfragen zu Urheberrechtsverletzungen überschwemmt wurde und jetzt die Notbremse zieht. […]

wird der Osnabrücker Staatsanwalt und Sonderdezernent für Internet-Kriminalität Jürgen Lewandrowski bei heise zitiert.

Gesetzesauslage nach Wirtschaftlichkeit. Sollte ich auch mal versuchen…

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Steve bloggt jetzt auch

Steve Jobs hat einen offenen Brief verfasst und äußert sich zu der aktuellen Diskussion rund um den Einsatz von Digital Rights Management. Dieser Brief ist auf den ersten Blick erstaunlich offen und mutig, denn er schiebt den schwarzen Peter in Richtung Musikindustrie und weist jegliche Kritik, die Apple in den vergangenen Monaten überwiegend von europäischen Verbraucherschutzeinrichtungen einstecken musste, von sich. Er ist aber auch ein Befreiungsschlag und ein Zeichen, dass die Probleme in Europa nicht ausgesessen werden können. Ohne die Details des Briefs wiederholen zu wollen gibt es für Apple drei mögliche Wege die Zukunft des iPod-iTMS-Modells zu sichern, wobei letztendlich nur zwei der drei Strategien übrig bleiben.

1. Alles bleibt wie es ist. FairPlay-DRM wird weiterhin eingesetzt
2. Apple lizenziert das FairPlay-DRM an andere Anbieter von Musik (Spoiler: Das wird nicht passieren, wie man dem Brief entnehmen kann)
3. Apple bietet nur noch DRM-freie Musik an

Erstaunlich ist die Bestätigung, dass im Schnitt nur 22 im iTMS gekaufte Titel auf jedem iPod zu finden sind. Das ist nicht viel und bestätigt Aussagen eines Plattenlabel-Bosses, dass iPods überwiegend anders befüllt werden, z.B. aus konvertierten CDs, Podcasts oder aber auch aus illegalen Quellen. Erstaunlich auch deshalb, weil Apple bisher konsequent auf die Veröffentlichung solcher Geheimnisse verzichtet hat. Diese Zahlen belegen, dass für iPod-Besitzer der iTMS eher unbedeutend ist und die Betankung aus anderen Quellen geschieht. Die Behauptung, dass der iTMS ein Zugpferd für iPod-Verkäufe sei, lässt sich nicht mehr so einfach aufrechterhalten und deshalb ist Jobs offen für die Lizenzierung DRM-freier Musikdownloads.

Jobs weiß genau, dass auf mittelfristige Sicht das Ende von Musik-Downloads - versehen mit einem DRM-System - abzusehen ist und bevor das geschieht will er sich an die Spitze dieser Bewegung setzen. Er macht sich für die dritte Lösung stark, sieht sich gern auf der Seite der Verbraucher und pflegt damit sein good guy-Image. Überaus clever um die Vorreiter-Position zu behaupten. Es gibt nichts an dieser Haltung zu kritisieren, denn ich bin der festen Überzeugung, dass DRM-freie Musikdownloads den Absatz nach oben treiben werden.

Wieder mal well done, Mr. Jobs Apple-Beraterstab.

Update:

Der fundierte und ausführliche Kommentar von John Gruber bei Daring Fireball.

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Lebenslauf

When i started shooting bankrupt offices i found it to be more archaeology than photography. Everywhere i went i found signs of life, interrupted.

Mr. Toledano hat Fotos von den Überbleibsel einiger Büros insolventer Unternehmen geschossen. Every picture tells a story. Aber sowas von…

via

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Second Life bores me

Das Thema Second Life ist durch für mich. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder versucht mich mit diesem virtuellen zweiten Leben anzufreunden - vor allem weil ich durchaus Affinitäten zu virtuellen Landschaften habe und ich mich in Anarchy-Online oder Word of Warcraft wohl gefühlt habe - aber durch die schlechte technische Umsetzung dieser Second-Life-Welt habe ich nie einen echten Zugang gefunden. Ich verfolge Aufmerksam die Entwicklung von Second Life bei Markus Breuer und komme nun immer mehr zu der Erkenntnis, dass Second Life jeden Tag immer uninteressanter wird. Nicht für die Konzerne und Investoren aber für mich als Benutzer. Es vergeht kein Tag an dem nicht eine neue Firma in Second Life Einzug hält und ich frage mich bei jedem neuen virtuellen Palast, der dort errichtet wird nach dem Nutzen für mich als potentieller Bewohner. Wozu die virtuellen Adidas-Schuhe, wozu die Toyota-Automobile, wozu die mittlerweile unzähligen virtuellen Headquarters der Konzerne?

Jetzt wo der Springer-Verlag gewissermaßen in Second Life vertreten ist und plant eine Bild-Zeitung über das Geschehen in Second Life herauszugeben, jetzt wo Big-Brother einen Container dort aufstellt ist Second Life für mich erst recht kein Thema mehr. Uninteressant. Der Bogen wurde überspannt und er wird in Zukunft wahrscheinlich noch sehr viel mehr strapaziert werden.

Dumpfe TV-Shows habe ich schon im realen Leben und mit Werbung werde ich auch schon im Web 1.0 und Web 2.0 belästigt. Da brauche ich keinen Web 3.0 Layer als Überschicht damit die Werbebotschaften der Konzerne mich penetrieren können. Wozu das reale Leben in einer virtuellen Welt abbilden? Liegt der Reiz einer virtuellen Welt nicht auch darin begründet, dass sie sich von der Realität unterscheidet?

Es wird Zeit, dass die Blase 2.0 mal wieder zum Platzen kommt und zu einer erneuten Bereinigung führt. Die damals beteiligten Konzerne wissen noch allzu gut, wie schnell die Euphorie in Katzenjammer umschlagen kann und betrachten das Geschehen diesmal mit einigem Abstand. Allerdings sind die Investitionen - um in Second Life Fuß zu fassen - dermaßen gering, dass eine weitere Zunahme von Aktivitäten dieser Art zu befürchten ist. Schade drum. Vielleicht macht es die Konkurrenz besser.

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Kaufrausch. heute: Google

Endlich hat auch Google mal eingekauft. Konnte ja nicht sein, dass nur yahoo sich die tollen Web2.0 Dienste einverleibt. Mal schauen was so eine Video-Plattform kostet? Huch? 1.65 Milliarden US$. Stattliches Sümmchen.

MOUNTAIN VIEW, Calif., October 9, 2006 - Google Inc. (NASDAQ: GOOG) announced today that it has agreed to acquire YouTube, the consumer media company for people to watch and share original videos through a Web experience, for $1.65 billion in a stock-for-stock transaction. Following the acquisition, YouTube will operate independently to preserve its successful brand and passionate community.

Quelle: Google Investor Relations

Hm, wie Google das Geld wohl wieder reinbekommen will? Ach, hier steht’s ja. CBS, Sony BMG,Universal und auch Warner sind kurz vorher aufgesprungen. Och ne, Kaufcontent bei youtube in Flash-Qualität? Wer macht denn sowas?

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Werbung

Endlich mal selbsterklärende Fehlermeldungen Werbung.

Application Error

gefunden in der Paderborner Elektrofachmarktwerbebeilage.

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youtube - the new mtv

YouTube co-founder Steve Chen told Reuters news agency it was hoped that within 18 months the site would “have every music video ever created”.

Quelle: BBC

Und wo ist der Unterschied zu heute? Achja, richtig. Geld verdienen…

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WWDC 2006 Keynote

Der Apple-Folder in meinem Feedreader ist schon prall gefüllt, aber trotzdem muss ich nun auch noch meinen Senf dazu geben.

Das Highlight der gestrigen WWDC-Keynote war natürlich Mac OS X Leopard, welches im Frühjahr 2007 erscheinen soll. Klar, es war nur eine Preview und es ist noch längst nicht alles fertig doch die zehn vorgestellten neuen Features kommen mir irgendwie bekannt vor. Wo bleibt die Innovation, für die Apple immer bekannt ist?

Das tolle neue Feature Timemachine gibt es auf Windows 2003 Server schon lange. Dort heisst es Volume Shadow Copy Service (VSS) und überhaupt gibt es Revisions-Kontrollsystem wie z.B. cvs oder clearcase seit vielen Jahren. Neu ist vielleicht die Metapher einer Zeitmaschine mit hübscher GUI, wobei dieser Timewarp Tunnel-Effekt doch etwas stark überstrapaziert wird.

Virtuelle Desktops gibt es unter X11 auch schon seit Jahren und ist keineswegs eine bahnbrechende Neuerung.

Mail v3 entwickelt sich durch die Integration von Notizen und ToDo-Listen zu einem Outlook-ähnlichen Groupware-Client.

Die fadenscheinige Begründung, die neusten Features seien noch alle Top Secret damit Redmond sie nicht kopieren könne empfinde ich als Beleidigung meiner Intelligenz. Microsoft ist ein großer und vor allem auch wichtiger Softwareentwickler für die Mac-Platform und hat genauso Zugang zu Developer-Informationen wie andere Firmen auch. Diese Seitenhiebe auf Vista sind ja zum Schmunzeln, aber der Klassenkampf der Betriebssysteme erscheint mir borniert und Apples Rebellenstatus ist längst Geschichte. Aber unterhaltsam war’s schon…

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